Arzneimittel, Arbeitsplatz und Geräte

Standards für Betäubungsmittel, Narkosearbeitsplätze, Geräteprüfung und Medikamentensicherheit.

Umgang mit BTM in der Anästhesie

Betrifft Medikamente:

Durchführung:

Der BTM- Ordner ist wie folgt zu führen:

  1. Datum

  2. Name des Patienten

  3. Geburtsdatum des Patienten

  4. Entnommene Menge des jeweiligen Medikaments

  5. Bestandsübernahme

  6. Name des Anästhesisten + Unterschrift

  7. Verworfene Menge

  8. Kürzel des Mitarbeiters

  9. Kürzel des Anästhesisten

  10. Kürzel eines zweiten Zeugen

Umgang mit Piritramid (Dipidolor)

REGEL: Medikament aus dem Tresor entnommen -> aus dem BTM-Ordner austragen und erst dann in den OP verbringen und auf dem entsprechenden Saal-Plan vermerken.

Mitgeltende Dokumente:

Anästhesie- Narkosewagen

Allgemein

Folgender Standard ist einzuhalten:

Abbildung

Narkosewagenaufsatz

Ablagefächer/ Medikamentenaufkleber/ Ablagefläche

Abbildung

Cuffdruckmessgerät

Rechts in Abbildung:

Abbildung

Erste Schublade/ Medikamente

Hier bitte an den Abbildungen orientieren.

Diese Medikamentenfächer bitte nicht überfüllen.

Jedoch bitte die hier abgebildeten Mindestmengen auch nicht unterschreiten.

Abbildung

Der Mindestbestand beträgt bei geläufigen Medikamenten mindestens fünf Ampullen:

Abbildung

Zweite Schublade

Abbildung

Dritte Schublade

Vierte Schublade

Abbildung

Larynxmasken:

Abbildung

Fünfte Schublade

Intubation:

Abbildung

Sechste Schublade

** **

Narkosegerätewagen

Abbildung

Ablage auf dem Gerätewagen

Abbildung

Schublade 1

Abbildung

Schublade 2

Schublade 3

Abbildung

(Dräger Safe Star 55 Plus)

Linkes Fach

Abbildung

Perfusoren

Abbildung

** **

Überprüfung des Narkosegerätes (nach Empfehlungen des DGAI)

Ziel

Zweck

Zuständigkeiten

Durchführung

Tägliche Funktionsprüfung vor dem Operationsstart
  • Sichtprüfung auf einen ordnungsgemäßen Zustand: Vollständigkeit, keine sichtbaren Schäden, hygienische Sauberkeit

  • Prüfsiegel noch nicht abgelaufen

  • Anschluss an die Stromleitung/Gasleitung eingesteckt und funktionsfähig

  • Überprüfung des korrekten Anschlusses der Probengasleitung (CO2-Leitung)

  • Einschalten des Narkosegerätes und der Überwachungseinheit (Monitoring): beides muss ordnungsgemäß hochfahren

  • Überprüfung des Sauerstoff-Flushs

  • Überprüfung des/der Narkosegasverdampfer: Nullstellung, korrekter Sitz, Füllzustand, evtl. elektrischer Anschluss

  • Überprüfung des CO2-Absorbers: Füllzustand, Farbe

  • Überprüfung der Sekretabsaugung: richtiger Sitz, aufgebauter Druck –

  • Vorhandensein/Überprüfung des Ambu-Beutels

  • Durchführung des automatischen Geräteschecks mit Überprüfung der Testergebnisse (alles im grünen Bereich?)

Funktionsprüfung zwischen den Narkosen
  • Dichtigkeit des Atemsystems: kurze Funktionsprobe

  • Überprüfung des korrekten Sitzes der Beatmungsschläuche am Narkosegerät

  • Überprüfung des Ein-/Atemventils und der Handbeatmung - Funktion des APL

  • Ventils (Überdruckbegrenzung am Exspirationsschenkel)

  • Einstellungen des Respiratormoduls: Kinder/Erwachsene, Grenzen - Funktion der Gasdosierungseinrichtung: Dosiermöglichkeit

  • Funktion der Sekretabsaugung: durchgespülter Absaugerschlauch, Funktion

  • Überprüfung des CO2-Absorbers: Farbumschlag

  • Überprüfung auf Wasser in den

Beatmungsschläuchen/Wasserfallen: bei vorhandenen Wasserkondensat diese entfernen

Funktionsüberprüfung im Notfall
  • Anschluss des Narkosegerätes an due Storm- und Gasversorgung

  • Einschalten des Narkosegerätes: wenn möglich noch Gerätecheck, wenn nicht diesen überspringen

  • Narkosegerät auf manuell/spontan schalten

  • Öffnen des Sauerstoff-Ventils: Sauerstoff-Flow mindestens auf 4l/Min

  • APL-Ventil auf 40-50 mbar - Dichtigkeitsprobe: Verschluss der Beatmungsschläuche, die zum Patienten hin führen mit der Hand und Druck auf den Handbeatmungsbeutel

  • Y- Stück jetzt freigeben, der Beatmungsbeutel muss sich entleeren können

  • wenn eine maschinelle Beatmung nicht möglich ist, sofort auf den Ambu-Beutel zurückgreifen

Medikamentensicherheit

Empfehlung der DGAI zur farbigen Kennzeichnung von Spritzen:

Um die Gefahr einer Medikamentenverwechslung/ Fehlmedikation zu verringern, empfiehlt die DGAI in der klinischen Anästhesie zur Kennzeichnung von Spritzen mit aufgezogenen Medikamenten Selbstklebeetiketten zu verwenden, die der ISO Norm 26285/20071 entsprechen. (DGAI Info, Prien, Anästhesie Intensivmedizin 2009;50:33-4)

Damit der Wirkstoffname mit einem Blick komplett gesehen werden kann, wird empfohlen, die Etiketten längsachsen-parallel auf die Spritze zu kleben, und zwar so, dass die Oberkante des Etiketts die Skala nicht vollständig verdeckt und damit noch abgelesen werden kann

Ziel

Zweck

Zuständigkeiten

Verantwortung für die Arzneimittelauswahl

der Spritzen und Perfusoren

Qualitätskontrolle

Abbildung

Abbildung

Abbildung

Sicheres Arbeiten mit Narkosegasen

Definition

Ziel

Zweck

Zuständigkeiten

der Anwendung, Einleitung und Steuerung der Narkose, Anordnung von Instandhaltungen oder Entsorgung kontaminierter Gase

Anästhesiegeräte inkl. Absaugung, Befüllung der Vaporisatoren mit geeigneter Schutzausrüstung, Meldung bei Undichtigkeiten, Geruchsentwicklung oder technischen Problemen, Dokumentation von Befüllung und Besonderheiten

Substitution

Technische

Organisatorische und verhaltensbezogene Maßnahmen

Abbildung

Anästhesiegase und der Mutterschutz