QM Anästhesie – Standards und perioperative Versorgung
Arbeitsplatz-, Geräte- und Arzneimittelstandards sowie allgemeine, pädiatrische, postoperative und organisatorische Versorgungsabläufe. Technische Testfassung aus der Word-Vorlage vom 29.07.2025.
Hinweis: Medizinische, rechtliche und normative Inhalte wurden in dieser technischen Testfassung nicht geprüft.
- Arzneimittel, Arbeitsplatz und Geräte
- Umgang mit BTM in der Anästhesie
- Anästhesie- Narkosewagen
- Narkosegerätewagen
- Überprüfung des Narkosegerätes (nach Empfehlungen des DGAI)
- Medikamentensicherheit
- Sicheres Arbeiten mit Narkosegasen
- Allgemeine Anästhesie und perioperative Versorgung
- Wärmemanagement
- Vorbereitung und Durchführung von Narkosen
- Periphere Verweilkanüle (PVK)
- Total intravenöse Anästhesie (TIVA)
- Schmerz
- Transurethraler Blasenkatheter
- Kinderanästhesie
- Postoperative und organisatorische Abläufe
Arzneimittel, Arbeitsplatz und Geräte
Standards für Betäubungsmittel, Narkosearbeitsplätze, Geräteprüfung und Medikamentensicherheit.
Umgang mit BTM in der Anästhesie
Betrifft Medikamente:
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Remifentanil
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Sufentanil
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Fentanyl
Durchführung:
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Jeder Mitarbeiter nimmt den ausgedruckten Saal-Plan als Dokumentationsnachweis mit in den entsprechenden Saal
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Dort sollen die verwendeten BTM notiert werden. Hierbei besteht die Notwendigkeit, dass jedem Patienten ein entsprechendes BTM zugeordnet wird
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Dies erleichtert die Zusammenarbeit aller Mitarbeiter auch bei einem Wechsel der OP-Säle
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Am Ende des Tages trägt jeder Mitarbeiter eigenverantwortlich seine verbrauchten BTM ordnungsgemäß in unseren BTM-Ordner ein
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Hierbei soll sich jeder an der im Ordner vorgegeben Struktur orientieren und diese beibehalten. Außerdem muss hier auch auf die Leserlichkeit geachtet werden
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Bitte im Anschluss den unterschriebenen OP-Plan im Ordner „BTM Nachverfolgung“ eigenständig abheften (roter Ordner)
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Insbesondere ist strengstens darauf zu achten, dass alle nicht verbrauchten BTM zurück in den Tresor im Büro gebracht werden
Der BTM- Ordner ist wie folgt zu führen:
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Datum
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Name des Patienten
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Geburtsdatum des Patienten
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Entnommene Menge des jeweiligen Medikaments
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Bestandsübernahme
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Name des Anästhesisten + Unterschrift
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Verworfene Menge
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Kürzel des Mitarbeiters
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Kürzel des Anästhesisten
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Kürzel eines zweiten Zeugen
Umgang mit Piritramid (Dipidolor)
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Dadurch das Piritramid sowohl im OP-Saal als auch im Aufwachraum (AWR) Verwendung findet, entsteht eine Problematik, die mit der folgenden Regelung gelöst werden soll:
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Bei der Verwendung von Piritramid im OP ist der jeweilige verantwortliche Mitarbeiter im Saal dafür zuständig, dieses Medikament nach Entnahme aus dem Tresor unverzüglich aus dem entsprechenden BTM-Ordner auszutragen. Dieser Ordner befindet sich aus praktikablen Gründen im AWR
REGEL: Medikament aus dem Tresor entnommen -> aus dem BTM-Ordner austragen und erst dann in den OP verbringen und auf dem entsprechenden Saal-Plan vermerken.
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Es besteht keinerlei Verpflichtung oder Notwendigkeit, dass diese Aufgabe durch das Personal im AWR übernommen wird. Anders verhält es sich mit dem auf dem Aufwachraumprotokoll verordneten Piritramid. Dieses wird direkt im AWR aufgezogen und ausgetragen
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Auch hier gilt die Regel: Für jeden Patienten muss das jeweilige zugeordnete Medikament nachverfolgbar sein
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Somit schließen wir Überschneidungen im Austragen des Medikamentes zwischen OP-Saal und AWR sicher aus
Mitgeltende Dokumente:
- QM- Handbuch Klinik Schöneberg – „ Umgang mit Betäubungsmitteln“
Anästhesie- Narkosewagen
Allgemein
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Der Narkosewagen ist täglich spätestens zum OP-Ende oder vor Ablösung innerhalb des Teams aufzufüllen.
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Zudem muss zum OP-Ende eine Flächendesinfektion des Wagens erfolgen.
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Hierzu gehört die Reinigung/ Desinfektion der Ablage/des Tabletts, der Front und der Seitenteile.
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Der Narkosewagen ist vor OP- Beginn auf Vollständigkeit von dem in diesem Saal eingesetzten Mitarbeiter zu kontrollieren
Folgender Standard ist einzuhalten:
Narkosewagenaufsatz
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Nierenschalen
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Desinfektionstücher
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Aufziehkanülen
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Combi-Stopper
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Spritzen (2ml, 5ml, 10ml, 20ml)
Ablagefächer/ Medikamentenaufkleber/ Ablagefläche
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Unsterile Kompressen
Cuffdruckmessgerät
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Zwei Einmal-Tuchklemmen
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Schere Anästhesie
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Medikamentenaufkleber + Edding (siehe Abb.)
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Vorbereitetes Set für den Folgetag
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Tablett mit NaCl / Propofol für den Folgetag
Rechts in Abbildung:
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Spritzenabwurf
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Körbchen mit Handdesinfektion,
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One Step-Gel, Mundspray und Octenisept
Links in Abbildung:
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Absaugkatheter (div. Größen)
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Bougie-Intubationshilfe, Guedel-Tubus, Wendel-Tubus (div. Größen)
Erste Schublade/ Medikamente
Hier bitte an den Abbildungen orientieren.
Diese Medikamentenfächer bitte nicht überfüllen.
Jedoch bitte die hier abgebildeten Mindestmengen auch nicht unterschreiten.
Der Mindestbestand beträgt bei geläufigen Medikamenten mindestens fünf Ampullen:
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Akrinor
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Ephedrin
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Dexa 4 mg
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Dexa 8 mg
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Novamin
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Sympal
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Dynastat
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Ondasetron
Zweite Schublade
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Perfusorspritzen
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Perfusor Line
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Dreiwegehähne
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Discofix C
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Rückschlagventile
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Flexülen (div. Größen)
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Venenstauer
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Mini Spike
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Transofix
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Kanülenpflaster
Dritte Schublade
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NaCl 100ml
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NaCl 50ml
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Cefuroxim
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Augentropfen
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Bepanthen
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Pflaster (weiß)
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Intubationspflaster
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Paracetamol
Vierte Schublade
Larynxmasken:
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3x Once Gr. 4
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1x Gain Gr. 4
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3x Once Gr. 5
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1x Gain Gr. 5
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1x Once Gr. 6
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2x Flex Gr. 4
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2x Flex Gr. 5
Fünfte Schublade
Intubation:
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Ein Laryngoskop (Funktion prüfen!)
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Mind. 1 Spatel Gr. 3
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Mind. 1 Spatel Gr. 4
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Eine Magill-Zange
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3x Führungsstab
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2x Zahnschutz
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2x „Gänsegurgel“
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1x Tubus Magill / Woodbridge (Gr. 6; 6,5; 8)
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2x Tubus Magill/ Woodbridge (Gr. 7;7,5)
Sechste Schublade
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8x Sterofundin 1l
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4x Sterofundin 0,5l
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6-8x Intrafix
** **
Narkosegerätewagen
Ablage auf dem Gerätewagen
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1x Wechsel-Schlauchset
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1x Beatmungsmaske Gr. M
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1x Beatmungsmaske Gr. L
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1x Narkosegerätefilter (Dräger Safe Star 90 Plus)
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Einmalhandschuhe
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Gr. S, M und L
Schublade 1
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1x Wasserfalle
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1x Gas-Messschlauch
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1x Packung EKG-Elektroden
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1x Blutdruck-Manschette (groß)
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1x Temperatur-Messsonde + Schutzhüllen für Thermofühler
Schublade 2
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Mind. 5x Beatmungsmasken Gr. 4
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Mind. 5x Beatmungsmasken Gr. 5
Schublade 3
- Mind. 10 x Narkosegerätefilter
(Dräger Safe Star 55 Plus)
Linkes Fach
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1x Ersatz-Atemkalkbehälter
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2x Absaugschläuche
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3x Fingertips
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2x Absaugbeutel
Perfusoren
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Bezüglich der Perfusoren soll in diesem Kontext die Wischdesinfektion laut Hygieneplan hervorgehoben werden.
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Dies trifft ebenso für das gesamte Narkosegerät + Wagen zu.
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Überprüfung des Narkosegerätes (nach Empfehlungen des DGAI)
Ziel
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Vermeidung von Patientengefährdungen durch technische Defekte oder Fehlfunktionen
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Sichere Funktion und Einsatzbereitschaft des Narkosegerätes
Zweck
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Einheitliche Standards für die Durchführung der täglichen und anlassbezogenen Funktionsprüfung des Narkosegerätes
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Dient der Qualitätssicherung und Erfüllung gesetzlicher Vorgaben (MPG, MPBetreibV, DIN EN ISO 80601-2-13, DGUV Vorschrift 3)
Zuständigkeiten
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pflegerische Leitung Anästhesie
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ärztliche Leitung Anästhesie
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alle Mitarbeiter der Anästhesie
Durchführung
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Täglich vor dem ersten Einsatz
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Nach jeder Reinigung oder Gerätewartung
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Bei Gerätetausch oder Umstellung
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Vor jedem Eingriff im Zweifelsfall
| Tägliche Funktionsprüfung vor dem Operationsstart |
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|---|---|
| Funktionsprüfung zwischen den Narkosen |
Beatmungsschläuchen/Wasserfallen: bei vorhandenen Wasserkondensat diese entfernen |
| Funktionsüberprüfung im Notfall |
|
Medikamentensicherheit
Empfehlung der DGAI zur farbigen Kennzeichnung von Spritzen:
Um die Gefahr einer Medikamentenverwechslung/ Fehlmedikation zu verringern, empfiehlt die DGAI in der klinischen Anästhesie zur Kennzeichnung von Spritzen mit aufgezogenen Medikamenten Selbstklebeetiketten zu verwenden, die der ISO Norm 26285/20071 entsprechen. (DGAI Info, Prien, Anästhesie Intensivmedizin 2009;50:33-4)
Damit der Wirkstoffname mit einem Blick komplett gesehen werden kann, wird empfohlen, die Etiketten längsachsen-parallel auf die Spritze zu kleben, und zwar so, dass die Oberkante des Etiketts die Skala nicht vollständig verdeckt und damit noch abgelesen werden kann
Ziel
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einheitliche, eindeutige und normgerechte Beschriftung aller Medikamente, die bei einer Operation in der Anästhesie verwendet werden
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Sicherstellung der Patientensicherheit
Zweck
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Minimierung von Medikationsfehlern
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Einhaltung gesetzlicher und normativer Vorgaben (z. B. DIN EN ISO 26825, § 4 MPBetreibV, § 13 ApBetrO)
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Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit von Arzneimitteln
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Optimierung der Kommunikation im OP-Team
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Medikamentenfreigabe, Etikettenkontrolle,
Verantwortung für die Arzneimittelauswahl
- ATA/ Pflegekraft - Vorbereitung und sachgerechte Etikettierung
der Spritzen und Perfusoren
Qualitätskontrolle
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Tägliche Sichtkontrolle durch ATA oder anästhesieverantwortliche Person
-
Beanstandungen sind sofort zu dokumentieren und zu melden
Sicheres Arbeiten mit Narkosegasen
Definition
-
Narkosegase (volatile Anästhetika wie z. B. Sevofluran, Isofluran, Desfluran) werden zur Aufrechterhaltung einer Allgemeinanästhesie über Inhalation eingesetzt
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Sie wirken zentral dämpfend auf das ZNS und werden über Vaporen appliziert
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Da Narkosegase bei unsachgemäßem Umgang gesundheitsschädlich sein können, sind spezielle Schutzmaßnahmen und ein standardisiertes Vorgehen erforderlich
Ziel
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Schutz der Beschäftigten und Patienten beim Umgang mit Narkosegasen
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standardisierte Arbeitsprozesse zur Vermeidung von Expositionen, Leckagen und technischen Fehlfunktionen
Zweck
-
Gewährleistung eines sicheren Umgangs mit volatilen Anästhetika
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Gesundheitsgefährdung für Personal zu minimieren
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Sicherstellung einer sachgemäßen Anwendung, Lagerung und Entsorgung
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Einhaltung gesetzlicher Vorgaben der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), TRGS 525, sowie den Regelungen des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) und der Betriebsärztlichen Empfehlungen (z. B. AMR 14.1, TRGS 402)
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Auswahl des Anästhetikums und Überwachung
der Anwendung, Einleitung und Steuerung der Narkose, Anordnung von Instandhaltungen oder Entsorgung kontaminierter Gase
- ATA/ Pflege - Vorbereitung und Funktionskontrolle der
Anästhesiegeräte inkl. Absaugung, Befüllung der Vaporisatoren mit geeigneter Schutzausrüstung, Meldung bei Undichtigkeiten, Geruchsentwicklung oder technischen Problemen, Dokumentation von Befüllung und Besonderheiten
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Gefährdung durch Narkosegase Aus Sicht des Arbeitsschutzes besteht das Problem darin, dass alle Verfahren zur Anwendung von Narkosegasen Leckagen aufweisen, über die Narkosegase in die Raumluft und damit in die Atemluft der Beschäftigten geraten
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Gesundheitsschädliche Nebenwirkungen, wie etwa neurotoxische oder lebertoxische Eigenschaften, wurden für einige Narkosegase nachgewiesen
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Teilweise kann auch ein Risiko der Fruchtschädigung selbst bei Einhaltung der bestehenden Grenzwerte nicht ausgeschlossen werden
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Für Patienten, die nur selten und für kurze Zeit Narkosegasen ausgesetzt sind, ist das Risiko begrenzt und geringer zu bewerten als der Nutzen der Narkose
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Für die Beschäftigten in Operationssälen und anderen Arbeitsbereichen, in denen Narkosegase angewendet werden, gilt das nicht
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Sie sind den Narkosegasen regelmäßig ausgesetzt, den gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen steht für sie kein Nutzen gegenüber
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Ziel muss es daher sein, Leckagen möglichst zu vermeiden, den verbleibenden Austritt von Narkosegasen möglichst gering zu halten und die restlichen Narkosegase möglichst effektiv aus der Atemluft der Beschäftigten zu entfernen
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Auswahl von geeigneten Schutzmaßnahmen
-
Die Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen orientiert sich an der Maßnahmenhierarchie des sogenannten STOP-Prinzips
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Maßnahmen, die auf die Vermeidung (Substitution (S)) eines Gefahrstoffs abzielen sind in ansteigender Rangfolge technischen Maßnahmen (T), organisatorischen Maßnahmen (O) und persönlichen Schutzmaßnahmen (P) vorzuziehen
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Entlang dieser Maßnahmenhierarche sind wirksame Schutzmaßnahmen gegenüber weniger wirksamen Maßnahmen bevorzugt auszuwählen
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Dabei sind technische Schutzmaßnahmen von besonderer Bedeutung, da die Umsetzung organisatorischer oder persönlicher Schutzmaßnahmen in Operationssälen oft nur bedingt möglich ist
Substitution
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Bei der Planung von Eingriffen unter Verwendung von Inhalationsanästhetika müssen die verantwortlichen Mediziner auch die Anforderungen an den Arbeitsschutz berücksichtigen
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Die Substitution von Inhalationsanästhetika ist nur dann möglich, wenn geeignete Ersatzverfahren eine adäquate Versorgung des Patienten sicherstellen
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Wenn die medizinische Indikation es zulässt, ist der Einsatz der totalintravenösen Anästhesie möglich
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Ebenso ist die Substitution von Distickstoffmonoxid in der Allgemeinanästhesie aus Sicht des Arbeitsschutzes zu begrüßen
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Eine Reduktion der Narkosegasexposition kann außerdem durch den Einsatz von Verfahren mit niedrigem Frischgasstrom erzielt werden
Technische
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Maßnahmen Leitungssysteme und Entnahmedosen für Distickstoffmonoxid müssen regelmäßig hinsichtlich ihrer technischen Dichtheit überprüft werden
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Der Begriff „technische Dichtheit“ berücksichtigt die Tatsache, dass eine absolute Dichtheit bei Gasen nicht erreichbar ist
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Technisch dicht sind Anlagen, bei denen mit geeigneten Prüfverfahren (z. B. mit Gasspürgeräten) keine Undichtigkeit erkennbar ist
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Moderne Operationssäle sind mit leistungsstarken raumlufttechnischen Anlagen ausgestattet, um Patienten vor Infektionen zu schützen
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Des Weiteren leisten diese Systeme einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Anästhesiegasexposition der Beschäftigten
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Die Raumlufttechnischen Anlagen müssen ausreichend dimensioniert sein und sind regelmäßig auf korrekte Funktion zu prüfen
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Allgemeine Anforderungen an raumlufttechnische Anlagen in Operationsbereichen, Eingriffs- und Aufwachräumen sind in DIN 1946 Abschnitt 4 definiert
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Werden in Patientenzimmern Sedierungen mit einem ACD-System durchgeführt, ist dieser wie ein Eingriffsraum gemäß DIN 1946 Abschnitt 4 zu belüften
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Mit Blick auf die Narkosegasexposition der im OP beschäftigten Personen ist die Schutzwirkung der raumlufttechnischen Anlage allein jedoch nicht ausreichend
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Zusätzlich müssen Narkosegeräte über eine geeignete Absaugung (in der Regel mind. 40 l/min.) verfügen bzw. an eine solche angeschlossen sein und sind regelmäßig nach Vorgaben des Medizinproduktegesetzes und des Herstellers zu überprüfen
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Die Dichtheit des Niederdrucksystems ist nach jeder Gerätereinigung, Bereitstellung oder nach Wechsel des Patientensystems zu prüfen
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Die Leckagerate darf bei einem Systeminnendruck von 3 kPa (30 cm H20) nicht größer als 150 ml pro Minute sein
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Ebenso muss die Funktionsfähigkeit der Narkosegasabsaugung geprüft werden
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Es müssen Sicherheitsnachfüllsysteme für Verdampfer verwendet werden
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Bei der Konnektion des Patienten mit dem Anästhesiesiegaskreislauf ist auf passende Masken bzw. geeignete Cuff-Größen zu achten
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Unter Umständen kann bei bestimmten Narkose- oder Operationsverfahren (Maskennarkosen, 17 Einsatz der Herz-Lungenmaschine) besonders viel Narkosegas frei werden
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In diesen Fällen muss mit geeigneten Schutzmaßnahmen (lokale Absaugung, Einstellungen der raumlufttechnischen Anlage) eine erhöhte Narkosegasbelastung der Beschäftigten vermieden werden
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Bei mobilen Lachgassystemen in Zahnarztpraxen ist neben einer regelmäßigen Prüfung nach Herstellervorgaben vor jedem Einsatz ein Leckagetest durchzuführen
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Systeme mit variablem Gasfluss (Titrationssysteme) bieten den Vorteil, den Lachgasanteil nach Bedarf reduzieren zu können
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Durch den Einsatz von Demandventilen kann ein konstant hoher Frischgasstrom vermieden werden, indem dass Sauerstoff/Lachgas-Gemisch nur beim Einatmen des Patienten zur Verfügung gestellt wird
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Um die Anästhesiegasexposition bei Einsatz von mobilen Lachgassystemen weiter zu reduzieren, sollten stets abgesaugte Doppelmasken eingesetzt und ein möglichst geringer Frischgasstrom bei niedriger Lachgaskonzentration angestrebt werden
Organisatorische und verhaltensbezogene Maßnahmen
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Es ist eine Betriebsanweisung zu erstellen, die den Bezug auf mögliche Gefährdungen, Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln nimmt
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Diese Betriebsanweisung ist zudem die Grundlage für regelmäßige Schulungen und Unterweisungen
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Das Personal sollte für die Problematik der (unbeabsichtigten) Anästhesiegasfreisetzung sensibilisiert werden
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Ebenso sind Beschäftigungsbeschränkungen für Jugendliche, Schwangere und Stillende zu beachten
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Mit der Einrichtung eines betrieblichen Ermittlungs- und Überwachungsverfahrens muss die Belastungssituation der Mitarbeiter regelmäßig beurteilt werden
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Die Anästhesiegasbelastung lässt sich durch folgende organisatorische Maßnahmen effektiv verringern:
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Tägliche Dichtheitsprüfung des Narkosegerätes, der Narkosegasabsaugung und der Verbindungen zur Narkosegasabsaugung
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Das Befüllen des Verdampfers sollte unter Verwendung eines substanzspezifischen Sicherheitsfüllsystems erfolgen und nicht in Aufwachräumen durchgeführt werden
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Bei der Durchführung von Anästhesien ist die Einleitungsphase ein wesentlicher Einflussfaktor auf die Höhe der Gesamtbelastung durch Anästhesiegase. Die Vermeidung von Maskeneinleitungen oder der Einsatz emissionsarmer Verfahren (z. B. abgesaugte Doppelmasken, Larynxmaske), können die Exposition reduzieren
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In jedem Fall sollte die Zufuhr des Anästhesiegases erst nach korrektem Aufsetzen der Maske bzw. nach Verbindung des Patientensystems mit dem Tubus eingeschaltet werden
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Vermeidung von unnötig hohen Frischgasströmen
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Während der Erhaltungsphase auf dichten Maskensitz achten und bei kurzzeitiger Diskonnektion des Patienten ggf. die Gaszufuhr kurz unterbrechen
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Bei der Ausleitung sollte das System vor der Extubation bzw. dem Entfernen der Maske noch einige Minuten mit Sauerstoff gespült werden, um Narkosegase mit der Absaugung zu erfassen
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Wird bei der Diskonnektion des Patienten das Überschussventil geöffnet und das offene Ende des Atemsystems zugehalten, kann die Freisetzung von Anästhesiegas verhindert werden. Alternativ kann die Gaszufuhr kurz unterbrochen und der Atembeutel über die Anästhesiegasabsaugung entleert werden
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Abschaltung der Frischgaszufuhr nach Beendigung der Ausleitphase
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Im Bereich der Lachgassedierung in Zahnarztpraxen sollte der Patient zur Nasenatmung animiert werden
Anästhesiegase und der Mutterschutz
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Wie eingangs erläutert, ist die Bewertung der toxikologischen Eigenschaften vieler Anästhesiegase im Kontext der berufsbedingten Exposition bisher noch nicht abschließend möglich
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Zwar stufen die Hersteller die halogenierten Narkosegase in die Kategorie 2 ein, allerdings lässt sich aus der publizierten Literatur keine Evidenz für diese Einstufung herleiten
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Dies führt immer wieder zu kontroversen Diskussionen in Expertenkreisen, ob eine Beschäftigung von Schwangeren in Bereichen mit potenzieller Anästhesiegasexposition möglich ist
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Die abschließende rechtliche Einschätzung obliegt jedoch stets der staatlichen Gewerbeaufsicht
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Eindeutig ist die Situation in Bezug auf Distickstoffmonoxid. Die gefährlichen Eigenschaften von Distickstoffmonoxid sind hinreichend untersucht
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Wenn die Einhaltung der Grenzwerte sicher- 22 gestellt ist, können auch schwangere Personen in Bereichen mit potenzieller Distickstoffmonoxid Exposition arbeiten (Schwangerschaftsgruppe Y)
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Anders stellt sich die Situation mit Blick auf die volatilen Anästhetika Desfluran, Isofluran und Sevofluran dar
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Hier liegen keine ausreichenden Daten vor, um die gefährlichen Eigenschaften abschließend zu bewerten und Grenzwerte abzuleiten
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Nach §11 Mutterschutzgesetz darf keine Beschäftigung werdender Mütter mit reproduktionstoxischen (Kategorie 1 oder 2), keimzellmutagenen (Kategorie 1), karzinogenen (Kategorie 1) sowie mit spezifisch zielorgantoxischen (Kategorie 1) und akut toxischen (Kategorie 1, 2 oder 3) Gefahrstoffen erfolgen
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Mehrere Hersteller stufen Desfluran, Isofluran und Sevofluran unter anderem als reproduktionstoxisch (Kategorie 2) ein
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Die Beschäftigung werdender Mütter in Bereichen, in denen mit Desfluran, Isofluran und Sevofluran umgegangen wird, ist demnach nicht möglich
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Diese Einschätzung wird in vielen Bundesländern von der staatlichen Gewerbeaufsicht geteilt
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Tatsächlich zeigen die vorliegenden Expositionsmessungen, dass die Belastung mit volatilen Inhalationsanästhetika bei Beachtung des Standes der Technik in OP-Räumen gering ist
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Zudem liegen keine belastbaren Hinweise auf gesundheitsschädliche Eigenschaften der heute eingesetzten Narkosegase in subnarkotischen Konzentrationen vor
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Dennoch ist die Situation auf Basis der vorliegenden wissenschaftlichen Daten in absehbarer Zeit nicht abschließend zu beurteilen
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Ob in einem Bereich mit potenzieller Narkosegasbelastung während der Schwangerschaft und Stillzeit gearbeitet werden kann, bleibt daher bis auf weiteres eine Einzelfallentscheidung
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Bei der Entscheidungsfindung sollten sowohl innerbetriebliche Arbeitsschutzexperten als auch die Gewerbeaufsicht beteiligt werden
Allgemeine Anästhesie und perioperative Versorgung
Allgemeine Vorbereitung, Durchführung und begleitende Versorgungsmaßnahmen.
Wärmemanagement
Ziel
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Vermeidung von Hypothermien im perioperativen Bereich
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Minimierung von Komplikationen, Infektionen und Verlängerung der Aufwachzeiten
Zweck
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Aufrechterhaltung der normothermen Körpertemperatur
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Reduktion von Komplikationen wie Wundinfektionen, Gerinnungsstörungen oder kardiovaskulären Ereignissen
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Erfüllung gesetzlicher Anforderungen gemäß IfSG, MPBetreibV und KRINKO/BfArM-Empfehlungen
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Beitrag zur Patientensicherheit im Rahmen des WHO-OP-Checklistsystems
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Einschätzung des Hypothermie Risikos,
Maßnahmenfestlegung, Temperaturzieldefinition,
Umsetzung und Dokumentation
- ATA/ Pflegekraft - Umsetzung und Dokumentation der Wärme-
Erhaltungsmaßnahmen
- OP- Pflege - Unterstützung beim Positionieren und Zudecken
des Patienten, ggf. Vorwärmung
Risikoeinschätzung
Jeder Patient wird präoperativ auf das Risiko einer perioperativen Hypothermie eingeschätzt. Risikofaktoren sind u.a.:
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ASA-Klassifikation ≥ 3
-
Körpergewicht < 60 kg oder > 100 kg
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OP-Dauer > 30 Minuten
-
Große offene Eingriffe oder Spülung mit kalten Lösungen
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Regional- oder Vollnarkose
Messung der Körpertemperatur
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Mind. einmal präoperativ, intraoperativ kontinuierlich (z. B. Nasopharyngeal, Blase, Ösophagus)
-
Postoperativ bei Risikopatienten oder bei Abweichungen erneut messen
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Dokumentation im Anästhesieprotokoll
Maßnahmen zum Wärmeerhalt
| Maßnahme | Zeitpunkt | Beschreibung |
|---|---|---|
| Präoperative Vorwärmung | 30 Min. vor OP-Beginn | mit Konvektionswärmedecke bei Risikopatienten |
| Wärmende Decken | kontinuierlich | alle Patienten ab dem Eintreffen im OP zudecken |
| Warmluftgeräte | intraoperativ | v. a. bei längeren Eingriffen oder < 36 °C |
| Infusionswärmer | intraoperativ | bei Volumenzufuhr > 500 ml oder bei OP-Dauer > 30 Min. |
| Erwärmung von Spüllösungen | intraoperativ | auf mind. 37 °C erwärmen |
| Aufwachraummanagement | postoperativ | Kontrolle der Temperatur, ggf. weitere aktive Wärmung |
Die perioperative Wärmetherapie dient zur Vermeidung einer Hypothermie. Ohne Gegenmaßnahmen entwickelt jeder Patient während Allgemein- und Regionalanästhesie eine Hypothermie.
| Entstehung |
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|---|---|
| Symptome |
|
| Therapie |
|
Grundsätzlich gilt:
Geht eine Operation eine Stunde oder länger, muss ein gezieltes Wärmemanagement angewendet werden. Dies ist auch abhängig von der jeweiligen Operation - wird bspw. eine große Abdominelle OP durchgeführt, ist ein großes Operationsfeld gegeben. Darüber kühlen die Patienten stark aus. Die Jahreszeiten spielen dabei auch keine Rolle, da der OP dauerhaft klimatisiert wird.
Dokumentation
-
Temperaturverlauf im Narkoseprotokoll
-
Eingesetzte Wärmesysteme im OP-Bericht oder Checkliste
-
Auffälligkeiten im Post-OP-Protokoll dokumentieren
-
Bei Problemen: Meldung an Technik / Medizintechnik / QM
Vorbereitung und Durchführung von Narkosen
Ziel
-
Standardisierte und sichere Vorbereitung sowie Durchführung von Allgemeinanästhesien
-
Gewährleistung der Patientensicherheit
-
Sicherstellung der Prozessqualität
Zweck
-
verbindliche Handlungsgrundlage zur Vorbereitung und Einleitung von Narkosen
-
Regelung der Zuständigkeiten
-
gezielter Materialeinsatz
-
sachgerechte Handhabung und Kennzeichnung von Medikamenten und Perfusoren
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Aufklärung, Narkoseanordnung und
Medikamentenauswahl, Durchführung der Narkoseeinleitung, Atemwegssicherung, Überwachung und Steuerung der Anästhesie
- ATA/ Pflege - Vorbereitung Arbeitsplatz, Materialien und Geräte,
Aufziehen, Beschriften und Bereitstellung der Medikamente/ Perfusoren, Assistenz bei der Einleitung, Intubation und Lagerung, Dokumentation und technische Überwachung
| Material |
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|---|---|
| Vorbereitung |
|
| Perfusoren | Im OP-Saal gibt es für die Anästhesie zwei Perfusoren:
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| Einleitung |
|
| OP- Ende???? |
Periphere Verweilkanüle (PVK)
Definition
-
Die periphere Venenverweilkanüle (PVK) ist ein venöser Zugang, der in eine periphere Vene (häufig am Unterarm oder Handrücken) gelegt wird.
-
Sie dient zur Applikation von Medikamenten, Flüssigkeiten, Transfusionen oder zur Blutentnahme
Ziel
-
Standardisierte, hygienische und sichere Durchführung der PVK-Anlage
-
Gewährleistung einer venösen Zugangsverbindung bei minimalem Infektions- und Verletzungsrisiko
Zweck
-
Sicherstellung des venösen Zugangs für Diagnostik und Therapie
-
Reduktion von Komplikationen wie Phlebitis, Paravasat oder Infektionen
-
Optimierung von Patientenkomfort und -sicherheit
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Indikationsstellung und Anordnung, Durchführung
gemäß Delegationsbestimmung
- ATA/ Pflege - Durchführung gemäß Qualifikation und
Delegationsbestimmung
| Indikation | Periphere Zugänge werden benötigt zum Verabreichen von:
|
|---|---|
| Zugangswege |
|
| Durchführung |
|
| Komplikationen |
|
Total intravenöse Anästhesie (TIVA)
Definition
-
Bei einer total intravenösen Anästhesie (TIVA) wird vollständig auf alle Inhalationsanästhetika und bei Bedarf auch auf Lachgas verzichtet
-
Hypnotika, Analgetika und ggf. Muskelrelaxanzien werden intravenös entweder als intermittierende Bolusinjektion oder als Dauerinfusion verabreicht
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Ziel der TIVA ist es, die Anästhetika so zu verwenden, dass möglichst schnell ein “Steady-State” (konstanter Plasmaspiegel) erreicht wird
-
Die TCI (Target-Controlled-Infusion), d.h. zielwertkontrollierte Infusion, ist eine Methode der TIVA
-
Sinn und Zweck einer TIVA ist es, ein möglichst schnelles Erwachen des Patienten zu ermöglichen und die Inzidenz postoperativer Übelkeit und Erbrechen (PONV) zu verringern
-
Vor allem im ambulanten Bereich ist dieses Vorgehen sehr beliebt, aufgrund der guten Steuerbarkeit und der geringen PONV-Rate
-
Hier bietet sich durch die kurze Wirksamkeit der Substanzen eine Kombination von Propofol und Remifentanil an
-
Ein Überhang ist bei Entlassung des Patienten nahezu ausgeschlossen
Ziel
- Sichere und standardisierte Durchführung einer TIVA zur zuverlässigen Steuerung der Narkosetiefe bei gleichzeitig hohem Maß an Medikamentensicherheit, Patientenschutz und Komfort
Zweck
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Vermeidung inhalativer Anästhetika (z. B. bei Maligner Hyperthermie, schwerem Asthma, OPs mit Neuro-Monitoring)
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Reduktion postoperativer Übelkeit/Erbrechen (PONV)
-
Verbesserung der Anästhesiesteuerung durch moderne Infusionstechnik (Target Controlled Infusion, TCI)
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Erhöhte Umweltverträglichkeit (kein Narkosegasverbrauch)
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Auswahl der Substanzen, Narkoseführung,
Überwachung
- ATA/ Pflege - Vorbereitung der Perfusoren, Assistenz,
Monitoring
| Narkoseführung |
|
|---|---|
| Narkoseausleitung |
|
Schmerz
Definition
Die internationale Gesellschaft zum Studium des Schmerzes definiert Scherz als ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktuellen oder potenziellen Gewebeschädigungen verknüpft ist oder mit Begriffen solcher Schädigungen beschreibbar ist.
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Schmerz als Sinneswahrnehmung übernimmt eine Schutz- Warnfunktion, wenn die körperliche Unversehrtheit in Gefahr ist
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Akute Schmerzzustände sind von chronische zu unterscheiden
-
Im Bereich der Anästhesiepflege ist akuter Schmerz vor allem in Form postoperativer Schmerzen von Bedeutung
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Alle perioperativen Interventionen, die zu einem unangenehmen Sinnes- und Gefühlserlebnis führen - so z.B. das Einbringen verschiedener Katheter – sind als Ursache akuter Schmerzen zu beachten
Ziel
- Sicherstellung einer wirksamen, patientenorientierten und sicheren Schmerztherapie im Rahmen anästhesiologischer Maßnahmen unter Berücksichtigung aktueller Leitlinien, gesetzlicher Vorgaben und klinikinterner Standards
Zweck
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Vermeidung von Unter- oder Übertherapie bei Schmerzen
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Erhöhung der Patientensicherheit und -zufriedenheit.
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Standardisierte Vorgehensweise für alle Mitarbeiter in der Anästhesie
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Minimierung von Nebenwirkungen und Komplikationen durch angemessene Medikamentenwahl, Dosierung und Überwachung
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Auswahl geeigneter Analgetika und Verfahren,
Festlegung von Dosierungen, Applikationswegen und Überwachungsintervallen
- ATA/ Pflege - Vorbereitung, korrekte Beschriftung und
Applikation der Schmerzmedikation, Durchführung der standardisierten Schmerzbeurteilung, Dokumentation und Weiterleitung relevanter Informationen
| Akute Schmerzen |
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|---|---|
| Maßnahmen |
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Schmerzerfassungs- instrument |
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Beispiele einer Numerischen Rating Skala
** **
Transurethraler Blasenkatheter
Es gelten die im Hygieneplan festgelegten Maßnahmen ausnahmslos!
Definition
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Ein transurethraler Blasenkatheter ist ein steriles, flexibles Kunststoff- oder Silikonrohr, das über die Harnröhre in die Harnblase eingeführt wird, um den Urin kontinuierlich abzuleiten oder die Blasenfunktion zu überwachen
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In der Anästhesie wird er häufig perioperativ eingesetzt, um die Urinausscheidung zu messen, die Blase zu entlasten oder intraoperative Komplikationen zu vermeiden
Ziel
- Standardisiertes, hygienisch sicheres und atraumatisches Legen sowie Entfernen transurethraler Blasenkatheter im Rahmen anästhesiologischer Maßnahmen, unter Minimierung von Infektions- und Verletzungsrisiken
Zweck
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Sicherstellung einer korrekten Katheterisierung unter Beachtung aktueller Hygienestandards (KRINKO-Empfehlungen)
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Gewährleistung des Patientenkomforts
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Reduzierung nosokomialer Harnwegsinfektionen
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Indikationsstellung und Freigabe der
Katheterisierung, Festlegung der Kathetergröße- und Art
- ATA/ Pflege - Vorbereitung und Durchführung laut
Hygieneplan der Klinik, Kontrolle des Katheter- durchflusses und korrekte Fixierung, Dokumentation und sofortige Meldung bei Auffälligkeiten
| Materialien | Katheterset bestehend aus Tupfer, Pinzette, Lochtuch,
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|---|---|
| Indikation |
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| Kontraindikation |
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| Komplikationen |
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| Durchführung bei einer Frau |
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| Durchführung beim Mann |
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Kinderanästhesie
Standards, Maße, Dosierungen und Ausstattung für die Kinderanästhesie.
Kindernarkose
Definition
- Die Kindernarkose ist eine alters- und gewichtsspezifisch angepasste Allgemeinanästhesie bei pädiatrischen Patienten (Neugeborene bis Jugendliche), die unter besonderer Berücksichtigung physiologischer, psychologischer und anatomischer Unterschiede erfolgt. Sie kann als inhalative oder intravenöse Narkose durchgeführt werden
Ziel
- Sichere Durchführung einer kindgerechten Narkose unter Berücksichtigung der emotionalen, physiologischen und medikamentösen Besonderheiten bei Kindern
Zweck
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Ermöglichung schmerzfreier diagnostischer oder operativer Eingriffe
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Minimierung von Komplikationen durch altersgerechte Medikamentenwahl und - Dosierung
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Reduktion von Angst und Trauma durch ein kindzentriertes Vorgehen
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Standardisierte Abläufe für mehr Patientensicherheit
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Aufklärung, Medikamentenwahl, Durchführung
der Narkose
- ATA/ Pflege - Vorbereitung; Assistenz, kindgerechte
Kommunikation, Monitoring
| Vorbereitung OP-Saal |
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|---|---|
| Vorbereitung Narkoseutensilien |
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| Vorbereitung Kind für Narkose/OP |
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| Narkoseeinleitung Kind |
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| Inhalative Narkoseeinleitung |
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| Narkoseausleitung |
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| Postoperative Überwachung Kind im AWR |
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| Komplikationen | LARYNGOSPASMUS Auslöser:
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Maße und Dosierungen in der Kinderanästhesie
Kinderanästhesiewagen- Standard
Erste Schublade
3x Dreiweghähne mit Verlängerung
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Mind. 5 blaue Zugänge
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Mind. 5 gelbe Zugänge
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Mind. 10 kleine Mullkompressen
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Mind. 5 10ml NaCl-Spritzen
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Multipor Dry (zur Tubusfixierung)
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1x elastische Mullbinde (Elastomull Haft)
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1x Leukosilk-Pflaster
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1x Blendaderm (für Augen)
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Ausreichend Rückschlagventile
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Salbutamol-Inhalationslösung
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Paracetamol-Zäpfchen 250mg
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Augentropfen
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Blutdruckmanschetten Größe 7 und 8
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5x Sauerstoff Nellcor Pädiatrie SpO₂-Sensoren
Zweite Schublade
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Larynxmasken
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2x Aura Flex Larynxmasken Größe 2
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2x Aura Flex Larynxmasken Größe 2,5
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1x Aura Flex Larynxmasken Größe 3
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1x Kinder-Beatmungsmasken Größe 1
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1x Kinder-Beatmungsmasken Größe 2
-
2x Kinder-Beatmungsmasken Größe 3
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1x Aura Once Larynxmasken Größe 2
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1x Aura Once Larynxmasken Größe 2,5
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1x Aura Once Larynxmasken Größe 3
Dritte Schublade
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Intraossärer Zugang (Infusionsnadel)
Atemwege
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Guedel-Tuben:
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2x Größe 1
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2x Größe 2
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2x Größe 3
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Laryngoskop mit:
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2x Spatel Größe 1
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2x Spatel Größe 2
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Magill-Zange (klein)
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Zahnschutz
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2x Führungsstäbe
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Tubus (Magill und Woodbridge)
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1x Magill-Tubus Größe 4
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2x Woodbridge-Tubus Größe 4
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1x Magill-Tubus 4,5
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2x Woodbridge-Tubus Größe 4,5
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1x Magill-Tubus Größe 5
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2x Woodbridge-Tubus Größe 5
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1x Magill-Tubus Größe 5,5
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1x Woodbridge-Tubus Größe 5,5
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1x Magill-Tubus Größe 6
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1x Woodbridge-Tubus Größe 6
Vierte Schublade
Beatmung und Filter
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3x Säuglingsfilter
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3x Kinderfilter
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1x Vernebler-Set für Kinder
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1x Sauerstoffmaske für Kinder
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2x Beatmungssysteme für Kinder
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Absaugung und Monitoring
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4x Schwarze Absaugkatheter
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1x CO₂-Leitung
Äußere Ablage
- 1x Einweg-Beatmungsbeutel
für Kinder (500ml)
- 1x Stethoskop
Postoperative und organisatorische Abläufe
Postoperative Überwachung sowie ambulante und stationäre Prozessabläufe.
Postoperative Überwachung
Definition
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Postoperative Überwachung bezeichnet die kontinuierliche und strukturierte Beobachtung und Betreuung von Patienten nach einer Narkose oder Regionalanästhesie im Aufwachraum bzw. auf der Überwachungsstation
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Ziel ist es, mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln, um die Patientensicherheit zu gewährleisten
Ziel
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Sicherstellung der Patientensicherheit nach operativen Eingriffen
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Früherkennung und Behandlung postoperativer Komplikationen
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Unterstützung einer stabilen Erholung aus der Anästhesie
Zweck
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Standardisierung der Überwachung gemäß aktuellen Leitlinien (z. B. DGAI, BDA)
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Einheitliches Vorgehen bei postoperativer Betreuung
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Einhaltung gesetzlicher und fachlicher Standards
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Medizinische Leitung, Entscheidung über
Interventionen, Freigabe zur Verlegung/ Entlassung
- ATA/ Pflege AWR - Durchführung der Überwachung, Dokumentation,
Erstmaßnahmen bei Komplikationen
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OP-/ Stationspersonal - Unterstützung bei Übergabe und Transport
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Alle Beteiligten - Sofortige Kommunikation besonderer
Vorkommnisse an den zuständigen Arzt
Grundsätze der Überwachung
Unabhängig von der Dauer du der Schwere des Eingriffs oder der erfolgten Narkosetechnik verbringt der Patient die ersten Stunden im Aufwachraum. Eine Ausnahme bilden intensivpflichte Patienten, diese werden nach der Operation bzw. der Narkose auf direktem Weg auf die Intensivstation gebracht. Durch die kontinuierliche Überwachung können im Aufwachraum mögliche Komplikationen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Dabei spielt für die Dauer und Intensität der Überwachung in der ersten postoperativen Phase das Alter des Patienten, Vorerkrankungen und präoperativ erkannte Risikofaktoren eine wesentliche Rolle. Der Patient kann nach Rücksprache mit dem Anästhesisten erst dann verlegt werden:
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Wenn die Schutzreflexe sicher vorhanden sind
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Keine unmittelbaren Komplikationen seitens Atmung oder Kreislauf mehr zu erwarten sind
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Besonderheit: ambulante OP, Entlassung der Patienten evtl. Direkt aus dem AWR nach Klinikstandard
| Klinische Beobachtung | Sehen
Hören
Tasten
Riechen
|
|---|---|
| Überwachung und Therapiemaßnahmen | Kreislauf
Atmung
Bewusstseinslage
Temperatur
Wasserhaushalt
Wundgebiet, Drainagen, Saugungen
Schmerzen Schmerzen - gerade nach Oberbaucheingriffen - führen zu Schonatmung des Patienten und damit zu einer erhöhten Pneumoniegefahr
Erbrechen
Positionierung des Patienten
Dokumentation
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| Verlegung aus dem Aufwachraum |
|
Ablauf im Umgang mit Patienten bei ambulanten Operationen
Anmeldung und Dokumentenkontrolle
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Patient meldet sich an der Rezeption des AOZ.
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Kontrolle aller relevanten Unterlagen durch das Personal:
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Checkliste Anästhesie
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Anästhesie-Vorgesprächsbogen
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Narkose-Aufklärungsbogen / Narkoseprotokoll
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Entlassungsbogen für ambulante Patienten
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OP-Aufklärung durch den jeweiligen Operateur
Vorbereitung des Patienten
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Patient zieht sich in OP-Bekleidung um (Nachthemd, Haube, Unterwäsche)
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Persönliche Gegenstände werden in einem zugewiesenen Spind verschlossen (Schlüssel bleibt beim Pflegepersonal)
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Zuweisung einer OP-Liege
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Überprüfung der Patienten-Checkliste und des Narkoseprotokolls
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Identitätskontrolle (Name, Geburtsdatum, Größe, Gewicht)
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Abfrage der Nüchternheit und eventueller Allergien
Venenzugang und Transport in den OP-Saal
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Anlage eines peripheren venösen Zugangs
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Patient wird mit der OP-Liege in den OP-Saal gefahren
Übernahme durch das Anästhesie-Team
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Abholung durch Anästhesiepflege des OP-Saals
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Gemeinsame Patientenvorstellung mit dem Anästhesisten
Operation und Rücktransport
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Nach Beendigung der OP: Rücktransport des Patienten in den Aufwachraum.
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Überwachung für mindestens 30 Minuten:
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Vitalparameter
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Schmerzen
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Übelkeit
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Vigilanz
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Bei Bedarf Monitoring und Gabe von Analgetika.
Nachsorge und Übergabe
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Bei stabilem und schmerzfreiem Zustand: Übergabe ins AOZ.
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Weiterbetreuung mit Beobachtung, Angebot von Getränken etc.
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Telefonische Information der Angehörigen über die Abholzeit.
Entlassungsvorbereitung
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Erstellung des Entlassungsbogens bei Erreichen der geforderten Scores (z.B. Aldrete-Score oder PADSS).
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Erneute Überprüfung des Zustands: stabil, schmerzfrei, mobil.
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Entfernung des venösen Zugangs.
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Unterstützung beim Ankleiden, falls notwendig.
Entlassung
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Kurzes Abschlussgespräch mit dem Operateur.
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Übergabe relevanter Informationen und Unterlagen an den Patienten
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Entlassung in die häusliche Umgebung.
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Patientenakte ins Fach des Medizincontrollings legen
Ablauf im Umgang mit Patienten bei stationären Operationen
Koordination & Abruf
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Das Anästhesieteam im Saal meldet den nächsten Patienten beim Aufwachraum an.
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Der Aufwachraum ruft die Station an und bestellt den Patienten und stimmt ggf. mit der Station die Abholung eines anderen Pateinten ab, um unnötige Wege zu vermeiden
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Das Stationspersonal bringt den Patienten in den Vorbereitungsraum des Aufwachraums und übergibt ihn persönlich.
Vorbereitung im Aufwachraum
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Übernahme durch AWR-Pflege inkl. Dokumenten- und Identitätskontrolle
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Checkliste Anästhesie wird vollständig abgearbeitet
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Name, Geburtsdatum, Größe, Gewicht
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Welcher Eingriff ist geplant ggf. Seitenangabe
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Abfrage Nüchternheit, Allergien, Vorerkrankungen, Implantate, Hilfsmittel
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Vorhandensein aller relevanten Materialien (Bildgebung, Hilfsmittel, BH)
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Markierung des OP-Gebietes mittels Kreuzes falls möglich
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Anlage eines venösen Zugangs
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Frühsichtung des Patienten durch Anästhesiepflege aus dem Saal noch während laufender OP, um Besonderheiten rechtzeitig zu erkennen
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Vorstellung des Anästhesisten beim Patienten
Transport in den OP -Saal
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Gemeinsamer Transport durch Anästhesisten und Anästhesiepflege.
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Umlagerung des Patienten auf den OP-Tisch mit Sicherungsgurt.
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Anschluss des Standardmonitorings:
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EKG
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Blutdruck
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Pulsoxymetrie
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Ggf. BIS- Monitoring
Narkoseeinleitung
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Präoxygenierung über Maske.
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Anschluss Infusion/ Perfusoren
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Gabe von Hypnotikum, Analgetikum, ggf. Relaxans.
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Atemwegssicherung (Larynxmaske oder Intubation).
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Einstellung der Beatmung und laufende Kontrolle durch das Anästhesieteam.
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Anästhesist führt Team-Time-Out mit Operateur und OP-Pflege durch
Intraoperative Phase
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Kontinuierliche Überwachung aller Vitalparameter
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Dokumentation des Narkoseverlaufs
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Gabe von Medikamenten nach Bedarf (z. B. Antibiotika, Kreislaufstabilisatoren, Schmerzmittel)
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Enge Absprache mit Operateur und OP-Team
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Anästhesist führ Team-Sign-Out durch mir Operateur und OP-Pflege
Ausleitung und Verlegung in den Aufwachraum
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Einleitung der Ausleitung nach OP-Ende.
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Entfernung von Tubus oder Larynxmaske bei stabilen Vitalparametern.
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Umlagerung auf Patientenbett mit Rollbrett (Anästhesie, OP-Pflege, Operateur).
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Transport in den Aufwachraum
Betreuung im Aufwachraum
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Überwachung durch AWR-Pflege für mindestens 30 Minuten
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Monitoring: Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung
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Schmerztherapie nach Plan.
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Die AWR-Pflege bleibt im Aufwachraum und verlässt diesen nicht, solange Patienten betreut werden
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Die Benutzung privater Handys im Aufwachraum ist nicht gestattet
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Entlassung aus dem Aufwachraum erfolgt nach Rücksprache mit dem Anästhesisten.
Rückverlegung auf Station
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Aufwachraum ruft Station an, sobald Patient entlassungsfähig ist.
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Abholung durch Stationspersonal.
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Qualifizierte Übergabe mit Informationen zu:
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Narkoseverlauf
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Schmerztherapie
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Drainagen, Spülungen, Katheter
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Besonderheiten / Komplikationen
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Dokumentation der Rückverlegung