Kindernarkose

Definition

Ziel

Zweck

Zuständigkeiten

der Narkose

Kommunikation, Monitoring

Vorbereitung OP-Saal
  • Raumtemperatur anpassen

  • OP-Tisch mit Wärmedecke aufwärmen

  • Lagerungshilfsmittel bereitlegen

Vorbereitung Narkoseutensilien
  • Kinderwagen mit Narkosezubehör in den OP-Saal

  • Narkosegerät mit kleinem Ulmer-System vorbereiten (Kind bis 25 kg), Filter für Kinder benutzen

  • Überwachungsutensilien:

  • SpO²-Klebesensoren und EKG-Überwachung !!!

  • Utensilien für Anästhesie zurechtlegen:

  • Maske (jeweils 2 Größen hinlegen), Güdeltubus

  • Tubus: entsprechend Alter/Gewicht des Kindes

  • Berechnung: ID = 4+AlterKind/4; ebenso „Kleinfinger-Regel“ anwenden

  • Larynxmaske ebenfalls entsprechend kg KG vom Kind und Alter angepasst

  • Tubus nächstkleinere/-größere Größe bereitlegen

  • an Fixierung für Tubus/Larynxmaske denken

  • Cuffdruckmesser!!

  • Medikamente: (immer unter Absprache mit dem zuständigen Anästhesisten)

  • Vorgewärmte Infusion richten

  • Propofol 1%ig

  • Remifentanil 1mg auf 50ml NaCl

  • PONV-Prophylaxe für Kinder (Dexamethason & Ondansetron)

  • Analgetika-Gabe (Supp. Paracetamol 250 mg) kurz vor Ende der OP

Vorbereitung Kind für Narkose/OP
  • Station klebt EMLA-Pflaster auf die möglichen Punktionsstellen für i.v. Zugang beim Kind

  • das Kind mind. 45 Minuten vor Schnitt einbestellen

  • Unterlagen gemeinsam mit Elternteil überprüfen

  • Prämedikation p.o. dem Kind verabreichen

  • 🡺Midazolam-Saft ( z.B. Dormicum®) 0,4 mg/kg KG oral

  • mit Absprache Anästhesist

  • warten bis Prämedikation wirkt

  • 10 min. vor Legen des i.v.-Zugangs EMLA-Pflaster entfernen

  • dann legen des i.v.-Zuganges

Narkoseeinleitung Kind
  • Alle benötigten Utensilien ( Kinderwagen) in greifbarer Nähe platzieren

  • AUF RUHIGE ATMOSPHÄRE ACHTEN!!

  • Überwachung beim Kind anschließen ( SpO²-Klebesensor und EKG)

  • i.v. Einleitung priorisieren

  • inhalative Narkoseeinleitung nur wenn zuvor kein i.v.-Zugang möglich gewesen ist

Inhalative Narkoseeinleitung
  • AUF RUHE IM OP SAAL ACHTEN!!!

  • Überwachung anschließen

  • Passende Beatmungsmaske für Kind , um eine optimale Narkoseeinleitung per Maske zu gewährleisten

  • Kind soll gut fixiert sein

  • Wenn das Kind fest eingeschlafen ist, gibt der Anästhesist die Freigabe damit der i.v.-Zugang gelegt werden kann, fixieren des Zugangs mit Pflaster

  • Dann weiteres Verfahren wie i.v. Narkoseeinleitung

  • Lagekontrolle Tubus und Cuffdruckkontrolle sind obligat!

Narkoseausleitung
  • Kurz vor Ende der OP den i.v.-Zugang mit Fixierbinden verbinden

  • WICHTIG!

  • Geduld und Ruhe 🡺Zu früher Extubationsversuch birgt Gefahr von Laryngospasmus

  • Bei Intubationsnarkose:

  • Entsprechenden Absaugkatheter bereitlegen (schwarzer Absaugkatheter) Mund und Rachen absaugen

  • Bei Extubation wird die Lunge durch Anästhesisten leicht gebläht

  • das Kind wird in eine Seitenlage bringen ggf. noch O² Gabe über Maske nötig

Postoperative Überwachung Kind im AWR
  • Weiterhin Monitoring über SpO² Klebesensor

  • Frühzeitig Elternteil holen (vertraute Person ist sehr wichtig)

  • Analgetika-Gabe, wenn notwendig titriert geben nach ärztl. AO

Komplikationen

LARYNGOSPASMUS

Auslöser:

  • zu früher Intubationsversuch bei inhalativer Narkoseeinleitung

  • Extubation währen Exitationsphase

  • mechanischer Reiz des Tubus

  • 100% Sauerstoffgabe über Maske, Atemwege freihalten durch Esmarch-Handgriff; vorsichtige Beatmungsversuche , bei weiter fallenden O² Sättigung, absaugen und alles Nötige für Reintubation bereitstellen

  • BRADYCARDIE

  • Atropin bereithalten ; 0,01-0,02 mg/kg i.v.

  • MALIGNE HYPERTHERMIE

  • (siehe Standard Maligne Hyperthermie)

  • Erhöhte Gefahr bei inhalativer Narkoseeinleitung ( Triggersubstanz, Sevofluran)


Revision #1
Created 2026-07-28 06:22:50 UTC by Admin
Updated 2026-07-28 06:22:50 UTC by Admin