# Total intravenöse Anästhesie (TIVA)

**Definition**

- Bei einer total intravenösen Anästhesie (TIVA) wird vollständig auf alle Inhalationsanästhetika und bei Bedarf auch auf Lachgas verzichtet

- Hypnotika, Analgetika und ggf. Muskelrelaxanzien werden intravenös entweder als intermittierende Bolusinjektion oder als Dauerinfusion verabreicht


- Ziel der TIVA ist es, die Anästhetika so zu verwenden, dass möglichst schnell ein “Steady-State” (konstanter Plasmaspiegel) erreicht wird

- Die TCI (Target-Controlled-Infusion), d.h. zielwertkontrollierte Infusion, ist eine Methode der TIVA


- Sinn und Zweck einer TIVA ist es, ein möglichst schnelles Erwachen des Patienten zu ermöglichen und die Inzidenz postoperativer Übelkeit und Erbrechen (PONV) zu verringern

- Vor allem im ambulanten Bereich ist dieses Vorgehen sehr beliebt, aufgrund der guten Steuerbarkeit und der geringen PONV-Rate

- Hier bietet sich durch die kurze Wirksamkeit der Substanzen eine Kombination von Propofol und Remifentanil an

- Ein Überhang ist bei Entlassung des Patienten nahezu ausgeschlossen

**Ziel**

- Sichere und standardisierte Durchführung einer TIVA zur zuverlässigen Steuerung der Narkosetiefe bei gleichzeitig hohem Maß an Medikamentensicherheit, Patientenschutz und Komfort

**Zweck**

- Vermeidung inhalativer Anästhetika (z. B. bei Maligner Hyperthermie, schwerem Asthma, OPs mit Neuro-Monitoring)

- Reduktion postoperativer Übelkeit/Erbrechen (PONV)

- Verbesserung der Anästhesiesteuerung durch moderne Infusionstechnik (Target Controlled Infusion, TCI)

- Erhöhte Umweltverträglichkeit (kein Narkosegasverbrauch)

**Zuständigkeiten**

- Anästhesieärzte - Auswahl der Substanzen, Narkoseführung,

> Überwachung

- ATA/ Pflege - Vorbereitung der Perfusoren, Assistenz,

> Monitoring

<table>
<colgroup>
<col style="width: 23%" />
<col style="width: 76%" />
</colgroup>
<thead>
<tr class="header">
<th>Narkoseführung</th>
<th><ul>
<li><p>Durch die kontinuierliche Propofolzufuhr über den Perfusor 5-7mg/kg KG/h wird die Narkose aufrechterhalten</p></li>
<li><p>Opiatgaben werden bei Bedarf wiederholt oder ein Ultivaperfusor verwendet</p></li>
</ul></th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr class="odd">
<td>Narkoseausleitung</td>
<td><ul>
<li><p>Propofolinfusion ca. 5-10 Min. vor Operationsende reduzieren, bzw. ausstellen, aber Vorsicht bzgl. zu frühem Erwachen</p></li>
<li><p>Die Aufwachzeit hängt im Wesentlichen von der Gesamtdosis des Hypnotikums ab</p></li>
<li><p>Die Extubation erfolgt, wenn der Patient suffizient atmet und wach ist</p></li>
</ul></td>
</tr>
</tbody>
</table>
