QM Anästhesie – Verfahren, Atemweg und Notfälle
Notfallmanagement, Atemwegssicherung, besondere Einleitungen und Regionalanästhesieverfahren. Technische Testfassung aus der Word-Vorlage vom 29.07.2025.
Hinweis: Medizinische, rechtliche und normative Inhalte wurden in dieser technischen Testfassung nicht geprüft.
Notfälle und Komplikationen
Standardisiertes Vorgehen bei lebensbedrohlichen oder schwerwiegenden anästhesiologischen Komplikationen.
Maligne Hyperthermie
Definition
Bei der Malignen Hyperthermie handelt es sich um eine lebensbedrohliche Narkosekomplikation, bei der es zu einer Stoffwechselentgleisung mit Anstieg der Körpertemperatur von bis zu 43°C, Muskelrigidität und metabolischer Azidose kommt.
Sie führt zu einer exzessiven Steigerung des Stoffwechsels sowie einem Anstieg des Sauerstoffverbrauchs und der Kohlendioxidproduktion.
Ziel
-
Schnelle und standardisierte Reaktion bei Verdacht einer malignen Hyperthermie
-
Effektives Notfallmanagement
-
Korrektes Handling notwendiger Medikamente
-
Vermeidung schwerer Komplikationen oder Todesfälle
Zweck
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Gewährleistung einer sofortigen Therapie im Notfall
-
Sicherstellung der Patientensicherheit durch:
-
Gezielte Prävention
-
Früherkennung
-
Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien (der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) sowie der MH-Hotline / MHAUS)
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Risikoabschätzung, Therapieentscheidung,
Notfallleitung
- ATA/ Pflegekraft - Unterstützung bei der Medikamentenbereitstellung,
Kühlmaßnahmen
-
OP- Team - Umsetzung der Notfallmaßnahmen laut Plan
-
Leitung Anästhesie - Lagerhaltung Medikamente, Schulungen
| Ursachen und Risikosituationen | Gefährdete Patienten
Triggersubstanzen
Substanzen ohne wahrscheinliche Triggerwirkung
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|---|---|
| Symptome | Masseterspasmus und Muskelrigidität Nach Einleitung mit Inhalationsanästhetika und Succinylcholin oft das erste Anzeichen Kardiovaskulär
Hyperkapnie
Pulmonal
Hyperthermie
Spätsymptome
Laborbefunde
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| Maßnahmen und Therapie |
Dantrolen®
Weitere Maßnahmen
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| Prophylaxe |
|
** **
Anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktion
Definition
Anaphylaktische Reaktion
Freisetzung vasodilatorischer und bronchokonstriktorischer Substanzen, wie z.B. Histamin, nach Ablauf einer Antigen-Antikörperreaktion -> akute, lebensbedrohliche Situation Anaphylaktoide Reaktion
Freisetzung gefäßaktiver Substanzen ohne Antigen-Antikörperreaktion. Auftreten bereits beim ersten Kontakt mit der auslösenden Substanz (chemisch, thermisch, osmotisch) möglich, klinisch nicht von anaphylaktischer Reaktion zu unterscheiden.
Ziel
- Sicherstellung eines strukturierten, schnellen und effektiven Vorgehens bei anaphylaktischen und anaphylaktoiden Reaktionen während der Anästhesie zur Erhöhung der Patientensicherheit und Vermeidung von Komplikationen oder letalem Verlauf
Zweck
-
Standardisierung aller Maßnahmen bei Verdacht auf eine anaphylaktische bzw. anaphylaktoide Reaktion
-
Aufgaben der Beteiligten, das Vorgehen bei Auftreten einer Reaktion sowie die sichere Handhabung der Notfallmedikamente sollen sichergestellt werden
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Feststellung der Reaktion und Einleitung der
Notfalltherapie, Anordnung aller therapeutischen
Schritte inkl. Intubation, Volumen- und Medikamentengabe, Aufklärung der Angehörigen, ggf. Veranlassung allergologischer Nachsorge
- ATA/ Pflege - Assistenz bei der Notfallversorgung, Vorbereitung
und Applikation der Notfallmedikamente, Sicherstellung von Monitoring, Atemweg, Dokumentation, Kontrolle und Verfügbarkeit der Notfallmedikamente
| Ursachen und Risikosituationen |
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|---|---|
| Auslöser | In der Anästhesie von Bedeutung:
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| Symptome | Eine anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktion kann nach Applikation eines möglichen Antigens durch hämodynamische, pulmonale, kutane und/oder durch gastrointestinale Symptomatik deutlich werden
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| Maßnahmen und Therapie |
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| Prophylaxe |
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Aspiration
Definition
Bei der Aspiration gelangen Mageninhalt, Blut oder Fremdkörper in das Tracheobronchialsystem. Eine Aspiration tritt bei verminderten oder aufgehobenen Schutzreflexen durch aktives Erbrechen oder passives Regurgitieren auf. Neben der Verlegung der Atemwege kommt es bei Aspiration des sauren Magensaftes (pH 2,5%) zur chemischen Schädigung der Alveolen mit der Folge eines Lungenödems. Eine unbemerkte Aspiration wird als “stille Aspiration” bezeichnet
Ziel
-
Vermeidung, frühzeitige Erkennung und effektive Behandlung von pulmonaler Aspiration während anästhesiologischer Maßnahmen
-
Sicherstellung der Patientensicherheit und Minimierung von Folgekomplikationen wie Pneumonie oder Ateminsuffizienz
Zweck
-
standardisiertes Vorgehen bei (drohender) Aspiration während der Narkose
-
präventive Maßnahmen, das Management im Akutfall sowie die Aufgabenverteilung im interdisziplinären Team
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - präoperative Risikoabschätzung und Wahl
geeigneter Maßnahmen, Durchführung von Intubation und Atemwegsicherung, Akuttherapie bei Aspiration inkl. Bronchoskopie, Beatmung, Antiinfektiva, Dokumentation und postoperatives Management
- ATA/ Pflege - Assistenz bei Narkoseeinleitung und Intubation,
Bereitstellung von Absauggerät, Absaugkathetern, Notfallmedikamenten, Durchführung postaspiratorischen Lagerung, Unterstützung bei Atemwegspflege, Monitoring und Dokumentation
| Risikopatienten |
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|---|---|
| Symptome |
Vorsicht: Tiefe Inspiration, Schlucken und Würgen, sind häufig zu beobachtende Frühsymptome einer bevorstehenden Regurgitation |
| Aspiration während der Narkose |
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| Aspiration während der Operation |
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| Weitere Diagnostik |
|
| Prophylaxe |
|
Atemwegsmanagement und besondere Einleitung
Larynxmaske, Intubation, endotracheales Absaugen und RSI-/Ileus-Einleitung.
Larynxmaske
Definition
-
ist ein supraglottisches Atemwegshilfsmittel, das zwischen Mundhöhle und Larynx platziert wird und eine Alternative zur endotrachealen Intubation darstellt
-
ermöglicht eine sichere Beatmung während der Allgemeinanästhesie und bei Notfallsituationen
-
Es gibt wiederverwendbare und Einmalprodukte, mit oder ohne Drainagekanal (z. B. LMA Supreme, i-gel)
Ziel
-
Sicherstellung der korrekten und sicheren Anwendung der Larynxmaske zur Atemwegssicherung während elektiver und notfallmäßiger Narkosen
-
standardisierte, patientensichere Verwendung unter Beachtung hygienischer und technischer Anforderungen
Zweck
-
sachgerechte Auswahl, Vorbereitung, Platzierung und Kontrolle der Larynxmaske
-
Vermeidung von Atemwegskomplikationen und zur Sicherstellung der Beatmungssicherheit
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Indikationsstellung und Platzierung der
Larynxmaske, Auswahl der geeigneten Größe und Art, Überwachung der Beatmung, ggf. Wechsel zur endotrachealen Intubation
- ATA/ Pflege - Vorbereitung des benötigten Materials, Assistenz
bei Platzierung und Fixierung, Kontrolle der Beatmungsparameter und Lage, Dokumentation und hygienische Nachbereitung
Die Larynxmaske wurde 1983 durch A. Brain als Ersatz für die Maskenbeatmung während Allgemeinanästhesie entwickelt; ab 1990 war sie in Deutschland kommerziell verfügbar. Bei korrekter Platzierung der LAMA kommt diese mit ihrer Spitze im Bereich des oberen ösophagealen Sphinkters zu liegen. Die Epiglottis liegt vor den beiden Sicherungsstegen an der Innenseite der Larynxmaske.
| Indikation |
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|---|---|
| Komplikationen |
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| Einführen |
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** **
Einführtechnik Larynxmaske
Endotracheale Intubation
Definition
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ist ein invasives Verfahren zur Atemwegssicherung, bei dem ein Tubus durch den Mund (oder die Nase) in die Trachea eingeführt wird
-
ermöglicht eine kontrollierte Beatmung, Schutz vor Aspiration und Zugang zur Tracheobronchialbaum für Absaugung oder Medikamente
-
Unter einer Intubation versteht man das Einführen eines Schlauches in die Luftröhre, über den ein Patient künstlich beatmet wird. Sie ist immer dann nötig, wenn ein Patient nicht selbstständig atmen kann, z.B. wenn eine Operation nötig ist, oder bei wiederbelebenden Maßnahmen. Der Tubus hält die Atemwege offen, die sonst durch fehlende Muskelspannung oder Reflexe verlegt wären
Ziel
- Sichere endotracheale Intubation bei operativen Eingriffen oder Notfällen zur effektiven Beatmung und Aspirationsprophylaxe
Zweck
-
Standardisiertes, sicheres Vorgehen zur Reduktion von Intubationsversagen, Hypoxie, Zahnschäden und Fehlintubationen
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Gewährleistung der Patientensicherheit
Zuständigkeiten
-
Anästhesieärzte - Indikationsstellung, Durchführung, Lagerung
-
ATA/ Pflege - Vorbereitung, Assistenz, Material, Überwachung
| Materialien |
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|---|---|
Vorbereitung Patientenannahme |
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| Präoxygenierung und Anästhesie |
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| Lagerung des Kopfes |
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| Intubation unter Sicht |
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| Risiken | Vor allem in Notfallsituationen kann es bei der endotrachealen Intubation zu Risiken kommen
|
| Extubation |
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Endotracheales Absaugen
Definition
-
Das endotracheale Absaugen ist eine medizinisch-pflegerische Maßnahme zur Entfernung von Sekreten aus der Trachea bei beatmeten oder intubierten Patienten
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Sie dient der Freihaltung der Atemwege, der Vermeidung von Atelektasen und Infektionen (z. B. VAP – ventilatorassoziierte Pneumonie) sowie der Verbesserung der Oxygenierung
-
Unter Endotrachealem Absaugen versteht man, das Absaugen von Atemwegssekret oder Fremdstoffen aus den Atemwegen über einen künstlichen Zugang der Luftröhre. Endotracheales Absaugen während der Narkose oder in der Nachbeatmungsphase ist häufig notwendig bei Rauchern oder Patienten mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen
Ziel
- Sichere, hygienische und schonende Entfernung von Sekreten aus der Trachea zur Sicherstellung einer suffizienten Beatmung und Atemwegsfreiheit
Zweck
-
Reduktion des Infektionsrisikos,
-
Vermeidung von Hypoxie,
-
Verhinderung von Schleimhautverletzungen
-
Förderung des Wohlbefindens durch standardisierte Durchführung der Absaugung
Zuständigkeiten
- Anästhesisten - Anordnung, Indikationsstellung, ärztliche
Überwachung bei schwieriger Absaugung oder Komplikationen
- ATA/ Pflege - Durchführung, Dokumentation, Beobachtung
und Information bei Auffälligkeiten
| Material |
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|---|---|
| Vorbereitung |
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| Durchführung |
|
| Nachbereitung |
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| Komplikationen |
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| Absaugen mit geschlossenem System | Beim praktischen Vorgehen gibt es zum “offenen Absaugen” folgende Abweichungen:
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RSI- Einleitung/ Ileus- Einleitung
Definition
-
Die RSI (Rapid Sequence Induction) ist eine spezielle Form der Narkoseeinleitung, die bei Patienten mit hohem Aspirationsrisiko – z. B. bei Ileus, Reflux, Trauma, nicht nüchternem Zustand – angewendet wird
-
Ziel ist die rasche Sicherung der Atemwege durch Intubation ohne Maskenbeatmung, um eine Aspiration von Mageninhalt zu verhindern
-
Bei einem nicht nüchternen Patienten besteht die Gefahr einer Aspiration von Mageninhalt während der Intubation. Um dieses zu verhindern, sind in diesem Fall spezielle Maßnahmen zur Intubation erforderlich
Ziel
-
Sichere, strukturierte Durchführung der RSI zur Minimierung des Aspirationsrisikos
-
schnellen Etablierung eines definitiven Atemwegs (endotracheale Intubation)
Zweck
-
Schutz vor Mageninhaltaspiration bei Hochrisikopatienten
-
Einhaltung von Notfallstandards zur Vermeidung hypoxischer und aspirativer Komplikationen
-
Rechtssicherheit und Qualitätssicherung durch standardisiert
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Durchführung, Auswahl und Dosierung
der Medikamente, Intubation, Dokumentation
- ATA/ Pflege - Materialvorbereitung, Assistenz bei
Einleitung und Intubation, Monitoring, Dokumentation
| Indikation |
|
|---|---|
| Vorbereitung |
|
| Durchführung |
|
| Risiken |
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Regionalanästhesie
Periphere und rückenmarksnahe Regionalanästhesieverfahren.
Regionalanästehesie- Plexus axillaris Block
Definition
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Verfahren zur örtlich begrenzten Ausschaltung der Schmerzempfindung durch die gezielte Applikation eines Lokalanästhetikums in die Nähe von Nerven oder Nervengeflechten
-
Sie umfasst zentrale Verfahren (Spinal-, Periduralanästhesie) und periphere Blockadetechniken (z. B. Plexus- oder Einzel-Nervenblockaden)
-
Ziel ist es, die Schmerzwahrnehmung temporär und kontrolliert auszuschalten – intraoperativ, postoperativ oder bei chronischen Schmerzen.
Indikation
Operationen an:
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Hand
-
Unterarm
-
Ellenbogen
-
Bis distaler Oberarm
Ziel
-
Standardisiertes, sicheres Vorgehen bei der Vorbereitung und Durchführung von Regionalanästhesien
-
Vermeidung von Komplikationen, Verbesserung der Patientensicherheit
-
Sicherstellung einer hohen Versorgungsqualität
Zweck
-
verbindliche Handlungsgrundlage zur sachgerechten Durchführung von Regionalanästhesien
-
beschreibt Materialbereitstellung, Vorbereitung, Medikamentenmanagement und Verantwortlichkeiten
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Aufklärung, Indikationsstellung und
Durchführung der Blockade, Auswahl und Verordnung der Lokalanästhetika sowie Zusatzmedikation, postoperative Kontrolle und Steuerung (z.B. Perfusoren, Schmerzkatheter)
- ATA/ Pflege - Assistenz, Materialbereitstellung,
Perfusorenmanagement, Kontrolle der Vitalzeichen und Wirkung, Dokumentation und Patientensicherheit
** **
Prämedikation
Aufklärung über:
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Nervenschaden
-
dauerhafte motorische, sensorische Störungen
-
Blutung, Hämatom
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verlängerte Wirkung der Medikamente
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Medikament Allergie, und Lokalanästhesieintoxikation
Jeder Patient muss über eine Vollnarkose zusätzlich aufgeklärt werden, mit den entsprechenden Vorbereitungen.
Vorbereitung
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Medikamente: 30ml Lidocain 1% oder Mepivacain 1% 30ml, (bei den letzten schnellere Anschlagzeit, und kürzere Wirkungsdauer, bitte RS mit dem Operateur), jeweils in 10 ml Spritzen
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10ml Lidocain 2% oder 10 ml Carbostesin 0,5 (falls während der Operation die Knochen auch Gegenstand der OP sind.)
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Braun B G20 0,9*70mm Kanüle
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Heidelberger Verlängerung (dünn)
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Hautdesinfektionsmittel
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Kleines Pflaster
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3 Wege Hahn
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Kleine sterile Folie + steriles Tuch, alternativ ein kleines Lochtuch
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Sonogel
Jeder Patient bekommt eine Braunüle in den anderen Arm, aber keine routinemäßige Überwachung erforderlich.
Patientenlagerung
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90° Abduktion in der Schulter, sowie Flexion der Ellenbogen, danach sofortige Desinfektion mit Abwischen.
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Der Anästhesist sitz auf der Seite des operierenden Armes.
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Aufkleben der Folie, bzw. das Lochtuch, erneute Desinfektion, sowie Auftragen des Sonogels auf den Schallkopf.
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Vor der Durchführung entlüftet die Schwester das System mit Lidocain 1%, vor jeder Gabe Aspiration erforderlich.
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Nach der Entfernung der Nadel, Abkleben mit einem Pflaster und Lagerung des Armes auf dem Bauch.
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Desinfektion des Sonokopfes mit speziellem Reinigungstuch.
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Die Patienten müssen informiert werden, dass sie den Arm wegen möglicher Verletzungsgefahr nicht mehr bewegen dürfen.
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Wirkungsdauer: 2-4 Stunden, Entlassung aus dem AWR bei Zeichen von rückläufiger Anästhesie möglich. Es zeigt sich am meisten bei Rückkehr der Sensibilität und Motorik der Hand.
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Warten auf komplette Remission ist nicht erforderlich.
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Bei ängstlichen Patienten eine zusätzliche Analgosedierung kann angeboten werden
Besonderheiten bei weiteren Plexusblocks
Femoralis/Ischiadikus Block
Indikation
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Fuß
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Unterschenkel
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Knie und oberflächige Oberschenkel Eingriffen
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vor allem bei kranken Patienten
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und kurzer OP- Dauer
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wo eine Vollnarkose riskant ist
Vorbereitung
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40 ml Lidocain 1% und Carbostesin 0,5 10 ml
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und die bei dem Plexus axillaris beschriebene Materialien
Lagerung
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Femoralis Block: in Rückenlage,
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Ischiadikus Block: Bauchlage, wenn es nicht möglich Seitenlage
Transversus abdominalis plane Block
Indikation
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Bauchchirurgische Eingriffe bei offenen Laparotomien
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Vorbereitung: 40 ml Lidocain 1% Sowie die bei dem Plexus axillaris beschriebene Materialien
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Lagerung: Rückenlage
LA-Intoxikation nach ausversehentlicher intravasaler Injektion von Lokalanästhetika
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Erkennbar durch metallischen Geschmack, periorales Kribbeln, Tremor, Krampfanfall, plötzlichen Bewusstlosigkeit, sowie Tachy/Bradykardie, Hypotonie
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Therapie: O2 Gabe durch Maske mit hohem Flow
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arterielle BGA zu Abklärung des Gasstatus, ggf. Narkoseeinleitung erwägen
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bei Krampfanfall Midazolam jeweils 1 ml bis der Kramp durchgebrochen wird
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bei kardialer Symptomatik Lipofundin 20%
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Initialbolus: 1,5ml/kg, bei 70kg Patient entspricht 100ml, nun Infusion 0,25ml/kg pro Minute (entspricht 17,5 ml/min über Perfusor) über 10 Minuten, ggf. mit 2* Wiederholung
Rückenmarksnahe Regionalanästhesie
Definition
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Rückenmarksnahe Regionalanästhesien umfassen die Spinalanästhesie (SPA) und die Periduralanästhesie (PDA)
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Dabei werden Lokalanästhetika in den Spinalraum (SPA) oder Periduralraum (PDA) eingebracht, um eine reversible Blockade der Nervenleitungsbahnen im Rückenmarksniveau zu bewirken
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Ziel ist eine vollständige Schmerzfreiheit in bestimmten Körperregionen – intraoperativ oder zur postoperativen Analgesie
Ziel
- Sichere, standardisierte Durchführung der rückenmarksnahen Regionalanästhesie zur intraoperativen Anästhesie oder postoperativen Schmerztherapie unter Einhaltung aller hygienischen, technischen und medizinischen Anforderungen
Zweck
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Vermeidung von Komplikationen (z. B. Infektionen, Blutungen, Nervenschäden)
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Verbesserung der Patientensicherheit und Qualität durch standardisierte Abläufe
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Aufklärung, Indikationsstellung, Durchführung,
Beurteilung des Erfolgs, Notfallmanagement
- ATA/ Pflege - Assistenz bei Vorbereitung und Durchführung,
Monitoring, Dokumentation, Medikamentenbereitstellung
Spinalanästhesie
Indikationen
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Urologische Eingriffe
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Orthopädische Eingriffe an den unteren Extremitäten inklusive Hüft-OPs
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proktologische Eingriffe, Eingriffe am Perineum
Kontraindikationen
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Gerinnungsstörung, therapeutische Antikoagulation (bei bestimmten Patienten, wobei keine Vollnarkose in Erwägung kommt oder zu gefährlich ist, nach entsprechenden Vorbereitungen möglich)
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Als Faustregel gilt dabei:
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Quick Wert unter 50 %
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PTT unter 50 s
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Thrombozytenzahl unter 50000/ml
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Deformitäten der Wirbelsäule
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Manifester Herzinsuffizienz
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Aortastenose oder ausgeprägte KHK
Prämedikation
- Überprüfung der Vorgeschichte der Patienten auf gerinnungsbezogene Krankheiten, Medikamenten, entsprechende Laboranordnungen und rechtzeitiges Absetzen und nötigen Ersetzens von gerinnungshemmenden Medikamenten
Antikoagulantien
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Nach Vereinbarung der Kollegen führen wir in unserer Klinik keine SA bei Patienten mit kombinierten Antiplättchentherapie (ASS+ Clopidogrel) sowie bei Marcumarpatienten durch
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Xarelto (Rivaroxaban): Absetzen 24 Stunden vor der Punktion, Neuaufnahme 5 Stunden nach der Punktion.
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Eliquis (Apixaban): Absetzen 24 Stunden vor der Punktion, Neuaufnahme 5 Stunden nach der Punktion
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Unfraktioniertes Heparin in prophylaktischer Dosierung 4 Stunden, NMH ist 12 Stunden vor der Spinalanästhesie abzusetzen. Erneute Gabe frühstens 1 Stunde nach der Spinalanästhesie möglich
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ASS 100 prophylaktisch muss nicht abgesetzt werden. Bei auffälliger Blutungsanamnese sollte das ASS 4 Tage vor der geplanten Spinalanästhesie abgesetzt werden
Aufklärung
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Blutung, Hämatom, Herz-Kreislaufproblemen, Hypotonie, Bradykardie, Übelkeit, Erbrechen, Liquorfluss mit Kopfschmerzen
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Infektionen
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Inkontinenz, Harnretention mit Anlage einer DK, Nervenschaden mit Lähmungserscheinungen
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Lokalanästhetika-Intoxikaktion
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Transient neurologisches Syndrom
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Aufklärung über eine Vollnarkose bei jedem Patienten mit den entsprechenden Vorbereitungen zwingend erforderlich
Vorbereitung
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Desinfektionsmittel,
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Pencan G27 0,42* 88 mm G27 mit Führungskanüle
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bei älteren Patienten Pencan G25 0,53 *0,88 mm mit Führungskanüle
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Lochtuch
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Desinfektionsmittel
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Kleines Pflaster
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Akrinor, Adrenalin bereitgestellt
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2ml Sprite
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5 ml Sprite Subkutane Nadel für die Hautanästhesie
Medikamente
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Bei stationären Fällen grundsätzlich Bupivacain 0,5% isobar, Gabe der Menge richtet sich nach der Größe der Patienten sowie nach der Operationshöhe. Menge: 2-3 ml, womit eine Blockade bis TH 5 bereits erreicht werden kann
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Anschlagzeit: ca. 10-15 Minuten
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Erholungszeit beträgt in dem Regel 5-6 Stunden
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Xylonest 2 % ( Prilocain) hyperbar für Sattelblock und für einseitige Extremitäten-OPs. Die Patienten bei der Verwendung hyperbarer Lokalanästhetika müssen nach der Gabe 10 Minuten lang OP- entsprechend gelagert werden (Sitzen, Seitenlage)
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Das Medikament zeichnet sich aus mit einer kürzeren Anschlagzeit und Wirkungsdauer,
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daher bei Operationen bis 90 Minuten kann einsetzbar
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Daher auch bei ambulanten Fällen
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Menge: 2-3ml, bei Sattelblock 1 ml
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Anschlagzeit: ca. 10 min
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Erholungszeit: 2-3 Stunden
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Ampres 1% (Cloroprocain) Das Medikament ideal für ambulante, kurze Eingriffe unter 40 Minuten.
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Menge: 4-5 ml
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Anschlagzeit: 5 Minuten
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Erholungszeit beträgt in dem Regel 2 Stunden, danach dürfen die Patienten entlassen werden.
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Lidocain 1% sowie Mepivacain 1% 10 ml für Anästhesie der Haut vor der Punktion.
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Jeder Patient bekommt eine Braunüle, 1000 ml Sterofundin vor der Punktion, sowie eine routinemäßige Überwachung.
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Die Punktion erfolgt im OP-Saal.
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Vor dem Schnitt muss der Anästhesist durch Kühlkompressen, alternativ mit Desinfektionsmittel, die Höhe und Wirkung der Spinalanästhesie austesten
Entlassmanagement
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Die Erholungszeiten sind unterschiedlich, wie bei der Medikamentenliste angegeben ist
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Der Rückkehr der motorischen Funktionen kann gemäß dem Bromage Score beurteilt werden
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0 keine motorische Nervenblockade, Beugung beider Kniegelenke und Fußbewegungen ohne Einschränkungen möglich
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1 Unfähigkeit zur Anhebung der gestreckten Beine
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2 Unfähigkeit zur aktiven Beugung im Kniegelenk
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3 Unfähigkeit zur aktiven Fußbewegung
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Bei rückkehrender motorischer Funktion, sowie bei problemlosem Wasserlassen! dürfen die Patienten auf die Station verlegt werden
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Bei ambulanten Fällen ist eine komplette Erholung, sowie problemloses Wasserlassen nötig
Komplikationen und Therapie
Frühkomplikationen
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Blutdruckabfall in den ersten 20 Minuten, welcher mit dem Präload von 1000ml Sterofundin sich in den meisten Fällen vermeiden lässt
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Therapie: Flüssigkeitszufuhr, Gabe von Akrinor, sowie Sauerstoffgabe
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Bei sehr selten auftretender massiver Bradykardie statt Atropin, sollte niedrig dosiertes Adrenalin gegeben werden
Totale Spinalanästhesie
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Erkennbar durch Bewegungslosigkeit des Kopfes und Armes kurz nach der Punktion, Apnoe, Bewusstlosigkeit, Pupillenerweiterung
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Therapie: sofortige Narkoseeinleitung ohne Relaxierung, Adrenalin und massive Volumengabe
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Die Narkose sollte in diesem Fall ca. 2-3 Stunden aufrechterhalten
Harnverhalt
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Wichtig, dass unsere Patienten vor der Entlassung Wasser lassen, weil diese Komplikation sich auch verzögert, zeigen kann
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1 Amp. Carbachol i.m. sollte verabreicht werden. Das Medikament kontrahiert die Harnblase
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Wenn es nicht hilft, sollten die Patienten einmalkatheterisiert werden
LA-Intoxikation nach ausversehentlicher intravasaler Injektion von Lokalanästhetika
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Erkennbar durch metallischen Geschmack, periorales Kribbeln, Tremor, Krampfanfall, plötzlicher Bewusstlosigkeit, sowie Tachy/Bradykardie, Hypotonie
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Therapie:
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O2 Gabe durch Maske mit hohem Flow,
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arterielle BGA zu Abklärung des Gasstatus, ggf. Narkoseeinleitung erwägen,
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bei Krampfanfall Midazolam jeweils 1 ml bis der Kramp durchgebrochen wird,
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bei kardialer Symptomatik Lipofundin 20%
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Initialbolus: 1,5ml/kg, bei 70kg Patient entspricht 100ml, nun Infusion 0,25ml/kg pro Minute (entspricht 17,5 ml/min über Perfusor) über 10 Minuten, ggf. mit 2* Wiederholung
Spätkomplikationen
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Kopfschmerzen
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3*200mg Coffeintabletten bis Beschwerdenlinderung
Transiente neurologische Symptome
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Erkennbar durch dumpfen Schmerz in Gesäßregion.
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Es klingt von selbst ab.
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Die, in der Klinik benutzten Medikamente verursachen diese Komplikation sehr selten