Regionalanästehesie- Plexus axillaris Block
Definition
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Verfahren zur örtlich begrenzten Ausschaltung der Schmerzempfindung durch die gezielte Applikation eines Lokalanästhetikums in die Nähe von Nerven oder Nervengeflechten
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Sie umfasst zentrale Verfahren (Spinal-, Periduralanästhesie) und periphere Blockadetechniken (z. B. Plexus- oder Einzel-Nervenblockaden)
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Ziel ist es, die Schmerzwahrnehmung temporär und kontrolliert auszuschalten – intraoperativ, postoperativ oder bei chronischen Schmerzen.
Indikation
Operationen an:
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Hand
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Unterarm
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Ellenbogen
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Bis distaler Oberarm
Ziel
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Standardisiertes, sicheres Vorgehen bei der Vorbereitung und Durchführung von Regionalanästhesien
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Vermeidung von Komplikationen, Verbesserung der Patientensicherheit
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Sicherstellung einer hohen Versorgungsqualität
Zweck
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verbindliche Handlungsgrundlage zur sachgerechten Durchführung von Regionalanästhesien
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beschreibt Materialbereitstellung, Vorbereitung, Medikamentenmanagement und Verantwortlichkeiten
Zuständigkeiten
- Anästhesieärzte - Aufklärung, Indikationsstellung und
Durchführung der Blockade, Auswahl und Verordnung der Lokalanästhetika sowie Zusatzmedikation, postoperative Kontrolle und Steuerung (z.B. Perfusoren, Schmerzkatheter)
- ATA/ Pflege - Assistenz, Materialbereitstellung,
Perfusorenmanagement, Kontrolle der Vitalzeichen und Wirkung, Dokumentation und Patientensicherheit
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Prämedikation
Aufklärung über:
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Nervenschaden
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dauerhafte motorische, sensorische Störungen
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Blutung, Hämatom
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verlängerte Wirkung der Medikamente
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Medikament Allergie, und Lokalanästhesieintoxikation
Jeder Patient muss über eine Vollnarkose zusätzlich aufgeklärt werden, mit den entsprechenden Vorbereitungen.
Vorbereitung
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Medikamente: 30ml Lidocain 1% oder Mepivacain 1% 30ml, (bei den letzten schnellere Anschlagzeit, und kürzere Wirkungsdauer, bitte RS mit dem Operateur), jeweils in 10 ml Spritzen
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10ml Lidocain 2% oder 10 ml Carbostesin 0,5 (falls während der Operation die Knochen auch Gegenstand der OP sind.)
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Braun B G20 0,9*70mm Kanüle
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Heidelberger Verlängerung (dünn)
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Hautdesinfektionsmittel
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Kleines Pflaster
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3 Wege Hahn
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Kleine sterile Folie + steriles Tuch, alternativ ein kleines Lochtuch
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Sonogel
Jeder Patient bekommt eine Braunüle in den anderen Arm, aber keine routinemäßige Überwachung erforderlich.
Patientenlagerung
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90° Abduktion in der Schulter, sowie Flexion der Ellenbogen, danach sofortige Desinfektion mit Abwischen.
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Der Anästhesist sitz auf der Seite des operierenden Armes.
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Aufkleben der Folie, bzw. das Lochtuch, erneute Desinfektion, sowie Auftragen des Sonogels auf den Schallkopf.
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Vor der Durchführung entlüftet die Schwester das System mit Lidocain 1%, vor jeder Gabe Aspiration erforderlich.
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Nach der Entfernung der Nadel, Abkleben mit einem Pflaster und Lagerung des Armes auf dem Bauch.
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Desinfektion des Sonokopfes mit speziellem Reinigungstuch.
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Die Patienten müssen informiert werden, dass sie den Arm wegen möglicher Verletzungsgefahr nicht mehr bewegen dürfen.
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Wirkungsdauer: 2-4 Stunden, Entlassung aus dem AWR bei Zeichen von rückläufiger Anästhesie möglich. Es zeigt sich am meisten bei Rückkehr der Sensibilität und Motorik der Hand.
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Warten auf komplette Remission ist nicht erforderlich.
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Bei ängstlichen Patienten eine zusätzliche Analgosedierung kann angeboten werden
Besonderheiten bei weiteren Plexusblocks
Femoralis/Ischiadikus Block
Indikation
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Fuß
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Unterschenkel
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Knie und oberflächige Oberschenkel Eingriffen
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vor allem bei kranken Patienten
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und kurzer OP- Dauer
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wo eine Vollnarkose riskant ist
Vorbereitung
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40 ml Lidocain 1% und Carbostesin 0,5 10 ml
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und die bei dem Plexus axillaris beschriebene Materialien
Lagerung
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Femoralis Block: in Rückenlage,
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Ischiadikus Block: Bauchlage, wenn es nicht möglich Seitenlage
Transversus abdominalis plane Block
Indikation
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Bauchchirurgische Eingriffe bei offenen Laparotomien
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Vorbereitung: 40 ml Lidocain 1% Sowie die bei dem Plexus axillaris beschriebene Materialien
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Lagerung: Rückenlage
LA-Intoxikation nach ausversehentlicher intravasaler Injektion von Lokalanästhetika
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Erkennbar durch metallischen Geschmack, periorales Kribbeln, Tremor, Krampfanfall, plötzlichen Bewusstlosigkeit, sowie Tachy/Bradykardie, Hypotonie
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Therapie: O2 Gabe durch Maske mit hohem Flow
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arterielle BGA zu Abklärung des Gasstatus, ggf. Narkoseeinleitung erwägen
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bei Krampfanfall Midazolam jeweils 1 ml bis der Kramp durchgebrochen wird
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bei kardialer Symptomatik Lipofundin 20%
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Initialbolus: 1,5ml/kg, bei 70kg Patient entspricht 100ml, nun Infusion 0,25ml/kg pro Minute (entspricht 17,5 ml/min über Perfusor) über 10 Minuten, ggf. mit 2* Wiederholung