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RSI- Einleitung/ Ileus- Einleitung

Definition

  • Die RSI (Rapid Sequence Induction) ist eine spezielle Form der Narkoseeinleitung, die bei Patienten mit hohem Aspirationsrisiko – z. B. bei Ileus, Reflux, Trauma, nicht nüchternem Zustand – angewendet wird

  • Ziel ist die rasche Sicherung der Atemwege durch Intubation ohne Maskenbeatmung, um eine Aspiration von Mageninhalt zu verhindern

  • Bei einem nicht nüchternen Patienten besteht die Gefahr einer Aspiration von Mageninhalt während der Intubation. Um dieses zu verhindern, sind in diesem Fall spezielle Maßnahmen zur Intubation erforderlich

Ziel

  • Sichere, strukturierte Durchführung der RSI zur Minimierung des Aspirationsrisikos

  • schnellen Etablierung eines definitiven Atemwegs (endotracheale Intubation)

Zweck

  • Schutz vor Mageninhaltaspiration bei Hochrisikopatienten

  • Einhaltung von Notfallstandards zur Vermeidung hypoxischer und aspirativer Komplikationen

  • Rechtssicherheit und Qualitätssicherung durch standardisiert

Zuständigkeiten

  • Anästhesieärzte - Durchführung, Auswahl und Dosierung

der Medikamente, Intubation, Dokumentation

  • ATA/ Pflege - Materialvorbereitung, Assistenz bei

Einleitung und Intubation, Monitoring, Dokumentation

Indikation
  • Ileus, daher der Name Ileus-Einleitung

  • Jeder nicht nüchterne Patient, z.B. Notfälle, Unfälle, Polytraumen, hier zählt die Zeit der letzten Mahlzeit bis zum Unfall < 6 Stunden

  • Erhöhtes Nüchternsekret oder verlängerte Entleerungszeit des Magens

  • Schwangere ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft

  • Peritonitis

  • Blutungen im Nasenrachenraum oder Ösophagusbereich sowie Magenblutungen

  • Extrem adipöse Patienten

Vorbereitung
  • OP-Sauger sowie Absaugung des Narkosegeräts

  • Opiat, Hypnotikum und schnellwirksames Muskelrelaxans

  • Tubus mit Führungsstab

  • Laryngoskop mit Spatel

  • Ggf. Videolaryngoskop

  • Magensonde

Durchführung
  • Oberkörperhochlagerung

  • Absaugbereitschaft mit großlumigen Absaugkathetern

  • Ggf. Anlage einer Magensonde und darüber absaugen

  • Suffiziente Präoxygenierung

  • Zügige Injektion eines Opioids, Hypnotikum und eines schnellwirksamen Muskelrelaxans

  • Nach Ausprägung des Relaxans (fehlender Cornealreflex und Apnoe) wird der Tubus mit Führungsstab ohne Zwischenbeatmung in der Luftröhre platziert und der Cuff sofort geblockt.

  • Bei nicht traumatischer Atemwegsverlegung oder Atemwegsverlegung durch Erbrochenes oder Nahrungsreste sollte eine Intubation mit einem Videolaryngoskop durchgeführt werden

  • Zügiges intubieren unter Sicht

Risiken
  • Aspiration mit Lungenschädigung (Pneumonie, ARDS)

  • Fehlintubation

  • Hypoxie

  • Erhöhtes Risiko für Zahnschäden

  • Hypotension

  • Ösophagusruptur