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Überprüfung des Narkosegerätes (nach Empfehlungen des DGAI)

Ziel

  • Vermeidung von Patientengefährdungen durch technische Defekte oder Fehlfunktionen

  • Sichere Funktion und Einsatzbereitschaft des Narkosegerätes

Zweck

  • Einheitliche Standards für die Durchführung der täglichen und anlassbezogenen Funktionsprüfung des Narkosegerätes

  • Dient der Qualitätssicherung und Erfüllung gesetzlicher Vorgaben (MPG, MPBetreibV, DIN EN ISO 80601-2-13, DGUV Vorschrift 3)

Zuständigkeiten

  • pflegerische Leitung Anästhesie

  • ärztliche Leitung Anästhesie

  • alle Mitarbeiter der Anästhesie

Durchführung

  • Täglich vor dem ersten Einsatz

  • Nach jeder Reinigung oder Gerätewartung

  • Bei Gerätetausch oder Umstellung

  • Vor jedem Eingriff im Zweifelsfall

Tägliche Funktionsprüfung vor dem Operationsstart
  • Sichtprüfung auf einen ordnungsgemäßen Zustand: Vollständigkeit, keine sichtbaren Schäden, hygienische Sauberkeit

  • Prüfsiegel noch nicht abgelaufen

  • Anschluss an die Stromleitung/Gasleitung eingesteckt und funktionsfähig

  • Überprüfung des korrekten Anschlusses der Probengasleitung (CO2-Leitung)

  • Einschalten des Narkosegerätes und der Überwachungseinheit (Monitoring): beides muss ordnungsgemäß hochfahren

  • Überprüfung des Sauerstoff-Flushs

  • Überprüfung des/der Narkosegasverdampfer: Nullstellung, korrekter Sitz, Füllzustand, evtl. elektrischer Anschluss

  • Überprüfung des CO2-Absorbers: Füllzustand, Farbe

  • Überprüfung der Sekretabsaugung: richtiger Sitz, aufgebauter Druck –

  • Vorhandensein/Überprüfung des Ambu-Beutels

  • Durchführung des automatischen Geräteschecks mit Überprüfung der Testergebnisse (alles im grünen Bereich?)

Funktionsprüfung zwischen den Narkosen
  • Dichtigkeit des Atemsystems: kurze Funktionsprobe

  • Überprüfung des korrekten Sitzes der Beatmungsschläuche am Narkosegerät

  • Überprüfung des Ein-/Atemventils und der Handbeatmung - Funktion des APL

  • Ventils (Überdruckbegrenzung am Exspirationsschenkel)

  • Einstellungen des Respiratormoduls: Kinder/Erwachsene, Grenzen - Funktion der Gasdosierungseinrichtung: Dosiermöglichkeit

  • Funktion der Sekretabsaugung: durchgespülter Absaugerschlauch, Funktion

  • Überprüfung des CO2-Absorbers: Farbumschlag

  • Überprüfung auf Wasser in den

Beatmungsschläuchen/Wasserfallen: bei vorhandenen Wasserkondensat diese entfernen

Funktionsüberprüfung im Notfall
  • Anschluss des Narkosegerätes an due Storm- und Gasversorgung

  • Einschalten des Narkosegerätes: wenn möglich noch Gerätecheck, wenn nicht diesen überspringen

  • Narkosegerät auf manuell/spontan schalten

  • Öffnen des Sauerstoff-Ventils: Sauerstoff-Flow mindestens auf 4l/Min

  • APL-Ventil auf 40-50 mbar - Dichtigkeitsprobe: Verschluss der Beatmungsschläuche, die zum Patienten hin führen mit der Hand und Druck auf den Handbeatmungsbeutel

  • Y- Stück jetzt freigeben, der Beatmungsbeutel muss sich entleeren können

  • wenn eine maschinelle Beatmung nicht möglich ist, sofort auf den Ambu-Beutel zurückgreifen