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Schmerz

Definition

Die internationale Gesellschaft zum Studium des Schmerzes definiert Scherz als ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktuellen oder potenziellen Gewebeschädigungen verknüpft ist oder mit Begriffen solcher Schädigungen beschreibbar ist.

  • Schmerz als Sinneswahrnehmung übernimmt eine Schutz- Warnfunktion, wenn die körperliche Unversehrtheit in Gefahr ist

  • Akute Schmerzzustände sind von chronische zu unterscheiden

  • Im Bereich der Anästhesiepflege ist akuter Schmerz vor allem in Form postoperativer Schmerzen von Bedeutung

  • Alle perioperativen Interventionen, die zu einem unangenehmen Sinnes- und Gefühlserlebnis führen - so z.B. das Einbringen verschiedener Katheter – sind als Ursache akuter Schmerzen zu beachten

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Ziel

  • Sicherstellung einer wirksamen, patientenorientierten und sicheren Schmerztherapie im Rahmen anästhesiologischer Maßnahmen unter Berücksichtigung aktueller Leitlinien, gesetzlicher Vorgaben und klinikinterner Standards

Zweck

  • Vermeidung von Unter- oder Übertherapie bei Schmerzen

  • Erhöhung der Patientensicherheit und -zufriedenheit.

  • Standardisierte Vorgehensweise für alle Mitarbeiter in der Anästhesie

  • Minimierung von Nebenwirkungen und Komplikationen durch angemessene Medikamentenwahl, Dosierung und Überwachung

Zuständigkeiten

  • Anästhesieärzte - Auswahl geeigneter Analgetika und Verfahren,

Festlegung von Dosierungen, Applikationswegen und Überwachungsintervallen

  • ATA/ Pflege - Vorbereitung, korrekte Beschriftung und

Applikation der Schmerzmedikation, Durchführung der standardisierten Schmerzbeurteilung, Dokumentation und Weiterleitung relevanter Informationen

Akute Schmerzen
  • Postoperativ treten durch den entstandenen Gewebeschaden Mechanismen in Kraft, die zum einen den jetzt wahrgenommenen Akutschmerz verstärken können,

  • zum anderen erfolgt eine Rückkopplung unwillkürlich über efferente Fasern des skelettomotorischen sowie sympathischen Nervensystems

  • Folge starker postoperativer Schmerzen:

  • Schonhaltung

  • Falsche Atmung

  • Verhaltenes Abhusten

  • Steigerung von Herzfrequenz und Blutdruck

  • Störung der Wundheilung

  • Immobilität/Inaktivität mit erhöhter Thrombose-, Dekubitus- und Kontrakturgefährdung

  • Weitere Auswirkungen empfundener Schmerzen sind Schlafstörungen sowie Defizite der Selbstpflege

  • Schmerz verliert hier seine Warn- und Schutzfunktion für den Organismus, er dient nicht mehr dem Erhalt der körperlichen Schutzfunktion

Maßnahmen
  • Analgetika stellen in dieser Situation die wichtigste Modulationsgröße dar, sie greifen auf der physiologischen Ebene ein und mindern das schmerzassoziierte Komplikationsrisiko

  • Kühlpads

  • Lagerung verändern/ verbessern

Schmerzerfassungs-

instrument

  • Schmerzskalen sind einfache, aussagekräftige und reproduzierbare Instrumente und führen mit minimaler Inanspruchnahme des Patienten zu schnellen Ergebnissen

  • In der Klinik Schöneberg wird anhand der Numerischen Rating Skala (NRS) der Schmerz erhoben

Beispiele einer Numerischen Rating Skala

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